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Stormarner Tageblatt

16. August 2017 | 20:08 Uhr

Ahrensburg : Zahlenspiele und Oktoberfest

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Prüfbericht: Ahrensburg konnte aufgrund der Personalausstattung viele Rechnungen nicht eintreiben. Stadtverordnete beraten auch über das Oktoberfest.

Nach dem Hauptausschuss werden sich am Montag, 23. März, auch die Stadtverordneten mit dem Abschlussbericht 2011 des Rechnungsprüfungsamts befassen. 2006 hatte die Stadt beschlossen, die Doppik einzuführen, Start 2009. Seitdem hinken die Jahresabschlüsse ihrer Zeit hinterher. Das soll aber bald vorbei sein. Rund 200  000 Euro hat Ahrensburg für externe Beratung durch die Bremer Treuhandgesellschaft Göken, Pollak und Partner in die Hand genommen.

Die Schlussrechnungen für die Jahre 2012, 2013 und 2014 sollen im Dreimonatsrhythmus bis Jahresende vorliegen, „so dass wir mit dem Ende 2016 erstmals wieder fristgerecht einen Abschluss vorlegen werden“, so Kämmerer Horst Kienel.

Für 2001 hatten die Prüfer ein Plus von drei Millionen Euro ausgerechnet. Der Haushalt war mit einem Minus von fünf Millionen kalkuliert. „Höhere Steuereinnahmen kann man nicht planen“, sagt Kienel. 2009 und 2010 war das Ergebnis negativ. Was die weiteren Abschlüsse bringen, ist noch nicht klar. Kienel: „Wir kennen nur unsere liquiden Mittel, und die lagen Ende 2014 bei acht Millionen Euro.“

Es hätten sogar noch mehr sein können, wenn die Stadt offene Forderungen konsequenter eingetrieben hätte. Es seien über Monate keine Mahnungen verschickt worden, in bis zu 700 Fällen würden die Zahlung von Steuern, Gebühren und Bußgeldern ausstehen, räumte die Leiterin des Rechnungsprüfungsamts, Meike Niemann, gegenüber Peter Egan (WAB) ein. Zum nächsten Finanzausschuss will die Politik genauere Zahlen von der Verwaltung sehen.

Im Bericht hatten die Prüfer kritisiert, dass die Verwaltungsleitung die Hinweise zur Personalausstattung der Finanzbuchhaltung „über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend beachtet“ habe, so dass es zu „erheblichen Arbeitsrückständen“ gekommen sei. „Es war, auch durch Langzeiterkrankte, einfach nicht genug Personal vorhanden, so dass es sich aufgestaut hat, sagt Horst Kienel, „es ist auch heute noch so, dass die notwendigsten Dinge erledigt werden können“, so der Kämmerer, der jetzt aber auf Besserung hofft.

Ein weiteres spannendes Thema der Sitzung um 19.30 Uhr in der Marstall-Reithalle ist die Frage, ob es in diesem und den nächsten Jahren ein Oktoberfest in Ahrensburg geben wird. Die Firma EPM Concept aus Bad Oldesloe hatte 2013 das erste Oktoberfest organisiert. Der Antrag auf eine gebührenpflichtige Sondernutzung in der Großen Straße für Zelt, Fahrgeschäfte, Imbiss-, Getränke- und Verkaufsstände schien nur eine Formsache zu sein.

Im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss wurde das allerdings bei Stimmengleichheit von 4:4 abgelehnt. Vor allem SPD und Grünen hatten die Lärmbelästigung für die Anwohner und Betrunkene missfallen. Zudem wäre es ein bayrisches Fest, das nicht in den Norden gehöre.

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erstellt am 21.Mär.2015 | 19:17 Uhr

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