Wulfsdorf muss seinen Charakter bewahren

Informationsbesuch: Uwe Schneider mit Jörn Schade und  Norbert Brackmann.   Foto: st
Informationsbesuch: Uwe Schneider mit Jörn Schade und Norbert Brackmann. Foto: st

Die Bauprojekte im Ahrensburger Ortsteil Wulfsdorf und die Debatte über eine Umgehungsstraße auf dem Kuhlenmoorweg sprach Jordsand-Vorsitzender Uwe Schneider bei einem Politiker Besuch im Haus der Natur an.

Avatar_shz von
03. Juni 2009, 09:47 Uhr

Ahrensburg | Durch die Bauprojekte Allmende und Wildrosen seien die Grenzen der Entwicklung des Ortsteils erreicht, "Wulfsdorf muss seinen Charakter bewahren", sagte Jordsand-Vorsitzender Uwe Schneider beim Besuch des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jörn Schade und des Bundestagskandidaten Norbert Brackmann im Haus der Natur. Schade sah das genauso: "Wir wissen, dass dieser Ortsteil nicht noch mehr Bebauung verkraften kann, ohne seine gewachsene Identität zu verlieren. Mehr Bebauung wird es mit uns nicht geben."

Noch größere Sorgen bereitete dem Jordsand-Vorsitzenden die vor kurzem wieder aufgeflammte Diskussion über den Bau einer Umgehungsstraße auf dem Kuhlenmoorweg direkt am Naturschutzgebiet Stellmoorer Tunneltal. Bei Amphibienzählungen habe man eine beachtliche Anzahl von Erdkröten, Molchen und Moorfröschen festgestellt, die jedes Jahr über den Kuhlenmoorweg in das angrenzende Moorgebiet wanderten.

"Eine Straße an dieser sensiblen Stelle hätte für das Naturschutzgebiet katastrophale Folgen", warnte Schneider. Dem pflichtete Norbert Brackmann, der sich "nicht vorstellen kann, dass diese Trassenführung am Ahrensburger Tunneltal zulässig sein kann."

Uwe Schneider stellte den beiden Politikern zudem das unter Denkmalschutz stehende Haus der Natur mit dem Park vor, der als Naturerlebnisraum jedes Jahr von zahlreichen Schulklassen und Jugendgruppen besucht wird. Der 1907 gegründete Verein Jordsand betreut das Ahrensburger Naturschutzgebiet seit 1984. Ziel ist es, das Naturschutzgebiet zu erhalten und zu entwickeln. Gleichzeitig gelten auf dem 339 Hektar großen Gelände Bestimmungen zum Grabungsschutz, um keine vor- und frühgeschichtlichen Anlagen und Funde zu gefährden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen