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Endspiel : „Wollen das Optimum herausholen“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Oliver Zapel, Trainer von Fußball-Regionalligist SV Eichede, überlässt auf dem Weg zum Klassenerhalt nichts dem Zufall. Heute im „Endspiel“ beim VfB Oldenburg (14 Uhr) will das Team seine Hausaufgaben erledigen.

So schnell kann sich das Blatt wenden. Ein Last-Minute-Treffer gegen Eintracht Braunschweig II bescherte den Fußballern des SV Eichede am vergangenen Sonntag nach einer Durststrecke von zuvor 22 sieglosen Regionalliga-Spielen in Folge den Sprung auf den 17. Tabellenrang. Dieser könnte eventuell zum Klassenerhalt reichen – wenn der Viertliga-Meister über die Aufstiegsspiele den Sprung in die Dritte Liga schafft. Doch um die Hoffnung am Leben zu erhalten, darf der SVE den Vorsprung von 18 Toren auf das punktgleiche Schlusslicht SC Victoria Hamburg in der finalen Auswärtspartie beim VfB Oldenburg nicht verspielen. Vor dem „Endspiel“ sprach Trainer Oliver Zapel im Stormarner Tageblatt über den Saisonabschluss.

Oliver Zapel, nach dem erlösenden Siegtreffer gegen Braunschweig haben sie so ziemlich jeden in die Arme genommen, der in ihrer Nähe war. Sie sind über das Spielfeld gelaufen, als wäre das schon der sichere Klassenerhalt gewesen. Ist der Adrenalinspiegel inzwischen wieder gesunken?

Ja, definitiv. Nachdem wir alle den Sieg im letzten Heimspiel der Saison genossen haben, sind wir jetzt voll auf die Partie gegen Oldenburg fokussiert, wollen gemeinsam den letzten Schritt machen.

 

Ist zu spüren, dass die Mannschaft, die monatelang Nackenschläge hat einstecken müssen, jetzt gelöster auftritt?

Man muss nur in die Gesichter der Jungs schauen; die Blockaden scheinen, nachdem wir ein halbes Jahr so etwas nicht erleben durften, gelöst zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass jetzt alle wie entfesselt Fußball spielen.

 

Ihre Mannschaft hat es wieder in eigener Hand, kann mit einem Sieg in Oldenburg alles klar machen und sich bei einer Heimpleite von Victoria Hamburg gegen Rehden sogar eine Niederlage erlauben. Eine komfortable Ausgangsposition, oder?

Die Situation könnte schlechter sein. Klar traue ich Rehden einen Erfolg in Hamburg zu. Doch wir dürfen uns nicht auf den BSV verlassen, müssen selbst versuchen, das Optimum herauszuholen. Nicht zuletzt das Relegationsspiel zwischen Bielefeld und Darmstadt hat jüngst gezeigt, was alles im Fußball möglich ist und wie schnell Überraschungen passieren können.

 

„Never change a winning team“, heißt es in der Fußballsprache. Gibt es Anlass, etwas am System zu verändern? Zuletzt ließen Sie in der Abwehr mit einer Dreierkette und vorne mit zwei Stürmern spielen.

Grundsätzlich habe ich natürlich keinen Grund, etwas zu verändern. Aber Torge Maltzahn kehrt nach abgesessener Sperre zurück, und Leo Seiler fehlt verletzungsbedingt. Wir wollen auf jeden Fall versuchen, forsch nach vorne zu spielen, sind aber vielleicht auch gezwungen, je nachdem wie Oldenburg agiert, unser System unterschiedlich zu interpretieren.

Beim letzten Heimspiel herrschte eine tolle Stimmung. Wie wichtig ist es für Ihr Team, dass viele Fans die Reise nach Niedersachsen antreten, um ihre Mannschaft dort lautstark zu unterstützen?
Sehr. Es ist wichtig, in diesem großen Stadion und vor sicherlich mehr als 1000 Zuschauern nicht allein zu sein. Deshalb hoffe ich auf große Unterstützung. Intern haben wir jedenfalls alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass uns möglichst viele Fans unterstützen werden.

 

Vorausgesetzt, sie behaupten Rang 17, werden Sie dann die Aufstiegsspiele des Regionalliga-Meisters live verfolgen?

Zu dieser Zeit werde ich im Urlaub sein, deshalb geht das nicht. Aber auch wenn ich nicht in Griechenland gewesen wäre, hätte ich das nicht getan. Mich nimmt so etwas emotional einfach zu stark mit. Es reicht ja schon, dass ich wahrscheinlich die ganze Zeit vor meinem Handy hänge und alle zwanzig Sekunden den Liveticker aktualisieren werde.


Anpfiff: Sonnabend, 14 Uhr Stadion am Marschweg 25, 26122 Oldenburg.

Schiedsrichter: Stefan Brauer (Hildesheim).

Nicht dabei: Sammy Güzel (private/berufliche Gründe), Leo Seiler (Verletzung am Zeh), Ardian Seydiu (Herzrhythmusstörungen), sowie die Langzeitverletzten Dennis Wagner und Petrik Krajinovic.

Voraussichtliche Aufstellung des SV Eichede: Berndt/Lucassen/Barkmann – Issahaku, Jan-Ole Rienhoff, Marschner – Koops (Baloki), Heidenreich - Kossowski, Maltzahn, Fischer – Huseni, Lechler.



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