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Stormarner Tageblatt

22. August 2017 | 21:00 Uhr

Wohnungsbau ist Hauptaufgabe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer und Bürgermeister Bernd Saxe ziehen positive Jahresbilanz

„Unsere Stadt befindet sich in einem Wandel ungewohnten Ausmaßes. Auch in diesem Jahr ging es vorrangig darum, rund 1120 Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Unterdrückung sind, eine helfende Hand zu reichen und bei uns aufzunehmen. Zwar war die Zahl der zu uns Geflüchteten deutlich rückläufig, aber ob diese Entwicklung auch für 2017 prognostiziert werden kann, vermag derzeit wohl niemand mit Sicherheit zu sagen. Sollten die Zahlen wieder ansteigen, so ist die Hansestadt Lübeck gut aufgestellt, um dieses zu bewältigen.“ Das haben Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) und Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) zum Jahreswechsel in ihrer Jahresbilanz hervorgehoben: „Schwerpunktmäßig werden wir im kommenden Jahr vor der wichtigen Aufgabe stehen, diejenigen zu integrieren, die dauerhaft bei uns bleiben werden.“

Die positive Bevölkerungsentwicklung – seit 2005 stieg die Einwohnerzahl von 214000 auf nunmehr rund 220  000 – sorge für Handlungsbedarf. „Nicht nur Zugewanderte, sondern auch Senioren, Studenten und alleinerziehende Familien benötigen Wohnraum zu erschwinglichen Preisen“, so Saxe und Schopüenhauer. Kurz- und mittelfristiges Ziel sei, 5000 neue Wohnungen insbesondere im preisgünstigen Segment zu schaffen. „Bis 2018 schafft die Stadt Baurecht für knapp 4000 Wohneinheiten. Mit der Einführung einer bundesweit vorbildlichen Verbilligungsrichtlinie schaffen wir einen zusätzlichen Anreiz zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus“, so Saxe weiter. Darüber hinaus habe die Hansestadt Lübeck in einem ersten Schritt entsprechende Grundstücke identifiziert. In den nächsten drei Jahren könne die Stadt Grundstücke zwischen 1000 und 50000 Quadratmeter am Markt anbieten.

Ende August war der Hansestadt Lübeck offiziell der Status Tourismusort verliehen worden. „Die Bedeutung des Fremdenverkehrs als Wirtschaftsfaktor ist seit Jahrzehnten kontinuierlich und in den letzten Jahren rasant gestiegen. Der Titel Tourismusort ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer gelungenen touristischen Entwicklungsstrategie und symbolisiert einmal mehr die Weltoffenheit unserer Stadt“, stellen Bürgermeiter Saxe und Stadtpräsidentin Schopenhauer fest.

Ebenfalls positiv für den Standort Lübeck als Tourismusort sei die bevorstehende Eröffnung des Motel One im nächsten Jahr. Das 112-Zimmer-Haus an exponierter Stelle direkt am Markt könne das Budget-Segment verstärken, ohne dass dies zu Lasten der übrigen Hotels gehe und somit effizient zum nachhaltigen Tourismus beitrage. In Travemünde beginnen 2017 die Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Aja-Hotels direkt an der Strandpromenade. Auf dem Priwall sind die Arbeiten am Passathafen im vollen Gange, die Realisierung des Bauvorhabens Priwall Waterfront schreitet zügig voran.

Ein wichtiges Vorhaben der Stadtsanierung startet auf der Altstadtinsel im kommenden Frühjahr. „Da jetzt nahezu alle Grundstücke des Lübecker Gründungsviertels verkauft sind, kann die Bebauung starten. Eindrucksvolle Fassaden werden dem Quartier einen zukunftsweisenden und lebendigen Charakter verleihen. Der Neuaufbau des Lübecker Gründungsviertels ist eines der herausragenden und anspruchsvollsten Projekte des Unesco-Welterbes Lübecker Altstadt und wertet, durch die Anlehnung an das einst historische Vorbild, das Viertel um ein Vielfaches auf“, blickt Schopenhauer zuversichtlich ins neue Jahr. Eine Großveranstaltung, die mit Spannung erwartet wird, ist das 30-jährige Bestehen „Unesco Weltkulturerbe Lübeck“. Ein weiterer runder Geburtstag steht 2017 an: 100 Jahre Traditionsflughafen Lübeck. Und in der ersten Jahreshälfte 2017 soll dann pünktlich zum Schleswig-Holstein-Musikfestival der Große Konzertsaal der Lübecker Musik- und Kongresshalle wiedereröffnet werden.

Neben der Landtagswahl am 7. Mai und der voraussichtlich im September stattfindenden Bundestagswahl wird gegen Jahresende ein neuer Bürgermeister oder Bürgeremisterin zu wählen sein. Saxe tritt nach zweimaliger Wiederwahl nicht mehr an. Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos) tritts zur Wahl an, gestern hat SPD-Fraktionsvorsitzende Jan Lindenau sich ins Spiel gebracht. Wem den SPD offiziell ihre Unterstützung gibt, wird aber erst im Frühjahr entschieden.

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erstellt am 29.Dez.2016 | 15:05 Uhr

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