Amt Trittau erwartet 80 Menschen : Wohnraum für Asylbewerber

Amtsvorsteher Ulrich Borngräber.
Amtsvorsteher Ulrich Borngräber.

Das Amt Trittau hat positive Erfahrungen mit dezentraler Unterbringung von Asylanten gemacht.

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28. Dezember 2014, 13:34 Uhr

Der Amtsausschuss Trittau hat seinen Haushalt 2015 verabschiedet. Im Verwaltungshaushalt sind 3  084  900 Euro eingestellt, im Vermögenshaushalt 589  400 Euro. An Krediten werden 500  000 Euro aufgenommen. Die Amtsumlage wird geringfügig gesenkt und liegt insgesamt bei 2  555  700 Euro. Es erfolgt eine geringe Umverteilung unter den Amtsgemeinden durch die Veränderung der Messzahlen.

Die Kreditaufnahme wird nötig, um weiteren Wohnraum für Asylanten zu schaffen. 80 neue Personen werden im nächsten Jahr erwartet. „Die dezentrale Unterbringung in Wohngebieten hat sich bewährt. Es entstehen erfreuliche Nachbarschaftsbeziehungen. Zudem kümmert sich der ehrenamtliche Freundeskreis ganz engagiert um die Flüchtlingen, auch in der Amtsverwaltung wird ihnen hilfsbereit begegnet“, sagt Amtsvorsteher Ulrich Borngräber. Deshalb will er weiter Wohnraum anmieten oder kaufen. Erfreulich: Auch die Wohnungsgesellschaft „Neue Lübecker“ bietet Wohnraum an, und der ehemalige Gemeindevertreter Bernd Geisler hat anlässlich seines Geburtstages auf Geschenke verzichtet und Spenden gesammelt, die er in der Sitzung dem Amtsvorsteher überreichte. 680 Euro kamen zusammen und sollen für Extras für den Sprachunterricht, Eintritte und Fahrgeld verwenden werden. 3000 Euro wurden zudem für Sprachunterricht in den Haushalt eingestellt.

Auch die Hauptsatzung wurde geändert. Amtliche Bekanntmachungen werden künftig im Stormarner Tageblatt und im MARKT angekündigt und können auf der neue Homepages des Amtes im neuen Jahr nachgelesen werden. Zudem wurde das interne Infosystem „Extranet Amt Trittau“ eingeführt: Alle Mandatsträger erhalten damit digital und somit schnell alle erforderlichen Sitzungsunterlagen.

Weiteres Thema: die Breitbandversorgung. Die Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH (VSG) will bis Ende 2018 alle Haushalte erreicht haben. In Trittau beginnt die Werbung dafür im nächsten Jahr. Mindestens 55 Prozent der Haushalte müssen den Anschluss bestellen, damit das Glasfaserkabel verlegt wird.


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