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Bad Oldesloe : Wohnheim – Umbau kostet 1,4 Millionen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bevor in die ehemalige Schwesternunterkunft Flüchtlinge einziehen dürfen, müssen alle Leitungen erneuert werden. Im April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Das wird eine teure Tasse Tee: Der Umbau des Schwesternwohnheims zur Flüchtlingsunterkunft wird mit 1,4 Millionen Euro kalkuliert. Vom Land sollen 25  000 Euro Zuschuss kommen. „Das reicht grade für die Portokosten“, sagt CDU Fraktionsvorsitzender Horst Möller. Er kritisiert in einer Pressemitteilung, dass die Landesregierung, die vom Bund wegen der immensen Asylbewerberzahlen zusätzlich frei gegebenen Mittel nicht an die Kommunen weiterleite.

Die Not ist groß, die Stadt braucht dringend Wohnraum für Flüchtlinge. Da bietet sich das leerstehende Heim regelrecht an, denn es könnte 80 bis 100 Personen Platz bieten. Ursprünglich bestand die Hoffnung, mit wenigen Arbeiten – einer sogenannten Pinselstrichsanierung – sei es getan. Doch dem ist nicht so. Die Elektro- und Wasserleitungen müssen komplett erneuert werden. „Die entsprechen nicht mehr den Vorschriften“, erklärt Oldesloes Bauamtsleiter Thilo Scheuber. Das habe zur Kostensteigerung auf aktuell 1,35 Millionen Euro geführt.

Er bestätigt die 25  000 Euro aus der Landeskasse. „Es ist nicht viel“, so Scheuber, „aber immerhin gibt es einen Zuschuss.“ Was nicht bedeute, dass die Stadt auf der hohen Summe sitzen bleibe. „Die Refinanzierung erfolgt ja über die Unterbringungskosten“, sagt der Bauamtsleiter. Das werde angesichts der fünfjährigen Laufzeit „nahezu deckend“ sein.

Auch wenn der Mietvertrag mit Asklepios noch nicht unterschrieben ist, laufen die ersten Arbeiten bereits. Ursprünglich war vorgesehen, ab Dezember die ersten Flüchtlinge an der Kastanienallee. Doch weil der Sanierungsumfang gewachsen ist, ist der Zeitplan nicht mehr zu halten. Im April soll die Arbeiten abgeschlossen und die Räume bezugsfertig sein.

Ausdrücklich lobt Thilo Scheuber die Nachbarschaft: „Das ist bei Anliegern rundweg positiv aufgenommen worden. Kein Widerstand. Das finde ich toll.“

Bauausschuss-Vorsitzende Maria Herrmann begrüßt den Umbau. „Ich finde es gut, dass wir das machen und auch, dass es zügig zur Sache geht“, sagt sie. Gleichzeitig warnt die Sozialdemokratin: „Die fünf Jahre sind relativ schnell vorbei. Ich hoffe, wir haben eine Option, danach zu verlängern und müssen nicht eine sanierte Immobilie zurück geben.“

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 18.Nov.2015 | 18:22 Uhr

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