Wohlwollen an der SPD-Basis

Stellten sich den Fragen: Ralf Stegner (l.), Stefan Studt und Moderator Tobias von Pein im Oldesloer Bürgerhaus.
Stellten sich den Fragen: Ralf Stegner (l.), Stefan Studt und Moderator Tobias von Pein im Oldesloer Bürgerhaus.

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03. März 2015, 14:19 Uhr

Viel Lob, ein wenig Kritik und gute Wünsche für die zweite Hälfte der Legislaturperiode – so lässt sich die Regionalkonferenz der SPD Schleswig-Holstein zusammenfassen, die im Bürgerhaus über die Bühne ging. Die größten Kritiker die den stellvertretenden Bundesvorsitzenden Ralf Stegner, Landesinnenminister Stefan Studt und die Landtagsabgeordneten Tobias von Pein und Martin Habersaat vor der Tür empfingen, waren Vertreter der Opposition – in Gestalt einiger Junge-Union Mitglieder.

Im Saal unter den Genossinnen und Genossen sowie der Oldesloer FDP- Landtagsabgeordneten Anita Klahn erwartete die Gäste aus Kiel familiäre Atmosphäre. „Ich finde es gut, dass das alles in so lockerer Form vor sich geht“, befand Maria Herrmann, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Kreisstadt. Sie nutzte im zweiten Teil der Veranstaltung an einem Workshop-Tisch die Gelegenheit, das Oldesloer Thema Hindenburg anzusprechen. Sie wünsche sich, so Hermann, dass Geschichtslehrer im Unterricht die Biographie Hindenburgs thematisierten. „Mit Blick auf den Lehrplan ist das nicht immer so einfach, wie man sich das wünscht“, gab Habersaat, selbst Lehrer, zu bedenken.

Viel Lob gab es von Stegner und Studt für alle Flüchtlingsinitiativen. „Es ist eine Herausforderung, die wir lösen können. Eine Wohlstandsgesellschaft zeigt ihr wahres Gesicht darin, wie sie mit den Schwächeren umgeht“, so Studt. Er warb außerdem dafür, die Hansestadt Hamburg bei der Olympiabewerbung zu unterstützen. „Das wäre auch für Stormarn eine Chance“, so der Innenminister. Weitere wichtige Themen seien der soziale Wohnungsbau und die Umsetzung des Mindestlohns. „Ein Leben lang Mindestlohn führt aber trotzdem in die Altersarmut“, gab der Oldesloer Gewerkschaftler Walter Albrecht zu bedenken.

Sorgen um die Zukunft der SPD und der Demokratie allgemein äußerte der Tremsbütteler Herrmann Thaele: „Ich sehe hier kaum junge Menschen“. Das Fernbleiben des Stormarner Juso-Vorsitzenden Lukas Zeidler bedauerten auch weitere Anwesende.  

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