zur Navigation springen

Tremsbüttel : Wohin soll sich das Dorf in Zukunft entwickeln ?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein Planungsbüro stellte in der Einwohnerversammlung den Entwurf für einen Flächennutzungsplan vor. Im Mittelpunkt Stand der Umzug der Sportanlage.

Wie soll sich Tremsbüttel weiterentwickeln? Das war Thema auf der gut besuchten Einwohnerversammlung. 130 Interessierte waren in die Sporthalle gekommen, um mehr über den Flächennutzungsplan zu erfahren. Planer Karsten Schwormstede stellte seinen Entwurf vor, in den die Anregungen der Einwohner einfließen sollen. Nach dem Entwurf soll der Ortskern ums Gemeindezentrum erhalten bleiben, aber der Sportplatz verlegt werden.

Westlich der Autobahn ist ein Gewerbegebiet für ortsansässige Betriebe vorgesehen. Daran könnten sich die neue Sportflächen und ein Neubau für die Freiwillige Feuerwehr anschließen. Nach dem Einspruch der Landesplanung war die Fläche für ein Gewerbegebiet auf drei Hektar reduziert worden, von dem ein Hektar für ein 1500 Quadratmeter große Gebäude für die Feuerwehr reserviert ist. Die Zufahrt wäre von der Lasbeker Straße bei der Autobahnabfahrt her möglich.

Für einen Sportplatz sind sieben Hektar nötig. Einige Einwohner beharrtem auf dem jetzigen Standort für den Sportplatz. Es sei genug Platz für eine Erweiterung vorhanden. Der F-Plan-Entwurf sieht dort allerdings Wohnbebauung vor, was ein Konfliktfeld darstellen würde, so der Planer.

VfL-Vorsitzender und Gemeindevertreter Axel Funck trat vehement für den Umzug auf einen neuen Platz ein: „Hier beim Gemeindezentrum gibt es nur vier Umkleiden und nicht mehr genug Lagerraum für unsere Sportgeräte.“ Es gebe keine Erweiterungsmöglichkeiten, aus Platzmangel sei bereits die Mitgliederwerbung eingestellt worden. Zudem haben der Landessportverband Fördermittel in Aussicht gestellt. 992 Mitglieder hat der Sportverein jetzt, Schwormstede geht von einem Zuwachs von 250 Personen in den kommenden zehn Jahren aus.

„Wir möchten kein Flickwerk“, appellierte auch Bürgermeister Norbert Hegenbart (KWG) für eine Komplettsanierung des Gemeindezentrums. Die Heizungsanlage sei überaltert und die Flachdächer nicht mehr wasserdicht. Kita und Sporthalle würden ja in der Dorfmitte bleiben, und es werde auch weiterhin Grünflächen zum Kicken geben.

Auch Wehrführer Jürgen Schaa plädierte für neuen Standort für die Feuerwehr: „Die Anforderungen an uns sind erheblich gestiegen.“ Für die Jugendwehr mit zurzeit 30 Mitgliedern stehe nur ein sehr kleiner Raum zur Verfügung.

Der Flächennutzungsplan solle das Grundkonzept für die nächsten 20 Jahre sein, so Planer Schwormstede, der auch für die nächsten Jahre von einem Einwohnerplus ausgeht und mit „etwa 30 Neubürgern pro Jahr“ rechnet, so dass Tremsbüttel bis 2030 um 500 Einwohner wachsen werde. Für Wohnungsbau sind deshalb 17 Hektar vorgesehen, zwei davon im Ortsteil Sattenfelde. Details müssen in Bebauungsplänen geregelt werde. Die Einwände der Einwohner würden in der weiteren Abwägung berücksichtigt, sicherte der Planer zu.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen