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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 14:39 Uhr

Bad Oldesloe : Wohin mit Opa? Hier gibt es Hilfe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Gesundheitsforum der Asklepios Klinik, des Stormarner Tageblatts und der Barmer GEK informiert über Probleme der Altersmedizin.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2016 | 06:00 Uhr

Geschätzte 2,5 Millionen Senioren in Deutschland kommen nicht mehr ohne fremde Hilfe aus. Die allermeisten Pflegebedürftigen werden von ihren Angehörigen in den eigenen vier Wänden betreut, doch die Pflege eines älteren Menschen ist anstrengend und in vielen Fällen müssen die Angehörigen nicht nur dem Gepflegten, sondern auch ihrem Beruf und den Bedürfnissen ihrer Kinder gerecht werden. Doch es gibt Hilfe und Unterstützung, sei es in Form von Kurzzeitpflege oder professionellen Diensten. Seit kurzem bietet auch die Asklepios Klinik in ihrer neu eröffneten geriatrischen Tagesklinik zehn Plätze für Patienten an, die keine vollstationäre Versorgung, aber professionelle Hilfe hinsichtlich verschiedener funktioneller Beeinträchtigungen bzw. akuter oder chronischer Erkrankungen, benötigen.

Dr. Dr. Ulrich Kuipers ist seit fünf Monaten neuer Chefarzt der geriatrischen Abteilung der Asklepios Klinik und Referent des nächsten Gesundheitsforums. Am kommenden Mittwoch, 15. Juni, geht es ab 19 Uhr im Bürgerhaus bei dem Thema „Wohin mit Opa?“ um die Altersmedizin in Bad Oldesloe. Ulrich Kuipers ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und kommt vom Westküstenklinikum Heide, wo er die Klinik für Frührehabilitation und Geriatrie leitete. Er kümmert sich als Geriater in erster Linie darum, dass betagte Patienten der Asklepios Klinik nach einer OP optimal weiterversorgt werden, sei es bei der Wundheilung, dem Mobilitätstraining oder der benötigten Medikation.

„Getreu unserem Leitspruch ,Geriatrie mit Herz’ liegen uns speziell die Gesundheit und die Besonderheiten der älteren und hochbetagten Patienten am Herzen, deren Bedürfnissen wir auf bestmögliche Weise gerecht werden wollen“, sagt der Facharzt, der in den zwölf Jahren seiner Berufstätigkeit als Geriater schon mehr als 15  000 Patienten behandelt hat. Neben einer akutmedizinischen Erstversorgung und der weiteren geriatrischen Behandlung stehen in der Geriatrie der Asklepios Klinik der Erhalt der Selbstständigkeit und die Lebensqualität des Patienten im Mittelpunkt. „Am Ende des stationären Aufenthaltes soll, wenn möglich, immer die Rückkehr in die vertrauten eigenen vier Wände stehen“, betont Dr. Dr. Ulrich Kuipers. Dafür müsse die Fähigkeit des Patienten gestärkt werden, wieder zu einer selbstständigen Lebensführung zurück zu finden. Kuipers ist Spezialist für neurogeriatrische Erkrankungen, wie Morbus Parkinson, Lähmungen, Schlaganfällen und Demenz.

„Vielen Betroffenen ist oft gar nicht bewusst, dass Sie Anspruch auf Pflegeleistungen haben und ab wann sie diese beziehen können. Wir helfen da gerne weiter und klären über alle Rechte und Bedürfnisse Pflegebedürftiger auf“, sagt Manuela Kletzin, Pflegeberaterin des Vereins „Mein Pflegezentrum“ aus Bad Schwartau und die zweite Referentin des Abends. Der Pflegealltag birgt für pflegende Angehörige eine große Herausforderung, sowohl emotional als auch finanziell. Viele bringen es nicht übers Herz, Verwandte in einem Pflegeheim unterzubringen. Dabei wird der Umfang einer häuslichen Pflege oftmals unterschätzt. „Wir leiten durch den Irrgarten der Paragraphen und helfen herauszufinden, was den Pflegebedürftigen an finanzieller Unterstützung zusteht – und zwar neutral und komplett kostenlos“, betont Manuela Kletzin. Beide Referenten freuen sich auf die Fragen der Besucher, die möglichst umfassend beantwortet werden sollen.

>Der Eintritt zum Gesundheitsforum im Bürgerhaus ist frei.

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