Wogen glätten und Probleme angehen

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13. April 2014, 17:19 Uhr

Lars Theinert ist ausgebildeter Karosseriebauer, hat sich aber autodidaktisch auf vielen Berufsfeldern umgetan. Heute arbeitet der 45-Jährige in der Entwicklungsforschung von Kunststoffen mit einem Physiker zusammen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Theinert lebt im Ortsteil Lottbek

Er war als Grüner im Umweltausschuss aktiv und musste ihn vor fünf Jahren verlassen, weil er zeitweise keinen Wohnsitz in der Gemeinde hatte. „Meine Partei-Mitgliedschaft werde ich jetzt aufkündigen“, kündigte er an.

Der Entschluss zur Kandidatur fiel spontan. „Das war bei einer Ausschusssitzung über die Kita Bünningstedt“, erinnert er sich. Es ging wieder um den abberufenen Leiter Jan Petersen. Er habe sich geärgert, dass sein Gegenkandidat seine Entscheidung nur verteidigte, anstatt sie den Bürgern zu erklären. „Ein Bürgermeister sollte die Wogen glätten können und die eigentlichen Probleme angehen“, findet Theinert.

„90 Prozent der Ammersbeker kennen mich noch nicht“, ist sich der Kandidat bewusst. Er möchte die Streitkultur in der Gemeinde wieder auf einen konstruktiven Weg bringen: „In letzter Zeit haben sich hier alle eher beharkt.“ Weil manchem Kommunalpolitiker das Parteibuch wichtiger als die Interessen der Gemeinde sei, gehe es zurzeit so schleppend voran. „Wir sollten weniger streiten und mehr für Ammersbek kämpfen“, findet Theinert. „Ich bin kreativ, ehrlich, gerade heraus und nicht nachtragend“, beschreibt sich Theinert.

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