Wo die Patienten zufrieden sind

Johann Brunkhorst überreicht  Christian Rotering (r.) das Zertifikat, im Hintergrund Pflegedienstleiterin Ulrike Schneider,  Verwaltungsleiter  Jan Zabel  und der ärztliche Direktor Hansjörg Uhl.
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Johann Brunkhorst überreicht Christian Rotering (r.) das Zertifikat, im Hintergrund Pflegedienstleiterin Ulrike Schneider, Verwaltungsleiter Jan Zabel und der ärztliche Direktor Hansjörg Uhl.

Topliste der Krankenhäuser: Wieder Spitzenplatz für die Park-Klinik Manhagen / Bescheidene 70 Prozent für Asklepios

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07. März 2014, 11:23 Uhr

Drei Mal hat die Techniker-Krankenkasse tausende Versicherte befragt, und zum dritten Mal schaffte die Park-Klinik Manhagen einen Spitzenplatz. Voraussetzung für das TK-Qualitätssiegel sind überdurchschnittliche Ergebnisse in allen Kriterien. Neben der allgemeinen Zufriedenheit bewerteten die Patienten den Behandlungserfolg, die medizinisch-pflegerische Versorgung, die Kommunikation sowie Organisation und Unterbringung in der Klinik.

Ähnlich gut wie die Park- Klinik (89,9 Prozent allgemeine Zufriedenheit) wurden das Krankenhaus Großhansdorf (87,6) und das Reinbeker St. Adolf Stift (82,9) bewertet. Noch besser fiel das Urteil zum Marien- Krankenhaus Lübeck aus (92,2), während die Uni-Klinik dort nur 78 Prozent bekam. Das ist allerdings immer noch mehr als die Sana Kliniken Lübeck und die Oldesloer Asklepios Klinik schafften, die nur auf bescheidene 70 Prozent allgemeine Zufriedenheit kamen. Ganz am Ende landete Asklepios Wandsbek (61,9 %).

Man habe bei der Patientenbefragung berücksichtigt, dass es Unterschiede zwischen Allgemein-Krankenhäusern und Fachkliniken gibt, sagt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung. Das „Erfolgsmodell Manhagen“ schaffte erneut einen Spitzenplatz, obwohl man nach Schließung des Krankenhauses Ahrensburg die Unfallchirugie übernommen hatte.

„Das war für uns ein völlig neues Fachgebiet und eine erhebliche Herausforderung“, sagt Dr. Christian Rotering, Geschäftsführer der Park-Klinik. 5000 Patienten pro Jahr werden dort mittlerweile „mit Facharzt-Standard“ behandelt, 22 500 sind es in der gesamten Klinik. Die Hälfte der Fälle sind Augenoperationen, der andere Schwerpunkt Knie-OPs. Die Park-Klinik gehörten zu den ersten, die sich am Endoprothesen-Register beteiligten, das seit drei Jahren nun bundesweit aufgebaut wird.

Das machte man aus demselben Grund, aus dem man eine Patientenkümmerin und ein Beschwerdemanagement hat, selbst Fragebögen ausgibt und sein Fehlerberichts- und Lernsystem perfektionieren möchte. Jeder kann, auch anonym, mitteilen, wo er Gefahrenquellen sieht. Das kann eine „falsch“ öffnende Tür sein oder gleichfarbige Pillen, die leicht zu verwechseln wären. Und wie vermeidet man, dass aus Versehen, das falsche Bein operiert wird? Rotering: „Bei uns kennzeichnen die Patienten selbst das Gelenk.“

Bei der TK-Umfrage ging es neben medizinischen Faktoren vor allem um subjektive Kriterien. Dazu bekennt sich Johann Brunckhorst: „Man sollte ernst nehmen, was die Menschen sagen. Wir wollen mit der Umfrage Transparenz für Patienten, aber auch für Ärzte schaffen.“ Deshalb erhalten die Kliniken auch Detailberichte der Umfrage für jede Abteilung.

„Wir wissen, dass die Patienten weitererzählen, wie sie hier behandelt worden sind“, sagt Christian Rotering, der sich mit Verwaltungsleiter Jan Zabel selbst um die Beschwerden kümmert, von denen es aber nicht allzuviele gibt. „Die Rückmeldungen werden bei den Betroffenen extrem gut aufgenommen. Und wir gehen in die Abteilungen und sprechen mit den Mitarbeitern“, so Zabel.

Dass die Park-Klinik eine Rundumversorgung bietet, die schon vor der Aufnahme anfängt und nach der Entlassung nicht aufhört, wird ebenso positiv bewertet wie die Freundlichkeit des Personals, das Ambiente oder das Casino im Neubau. Was natürlich alles nichts nutzt, wenn die OP schlecht verlaufen ist. Rotering: „Den Unzufriedenen können sie mit gutem Essen auch nicht umstimmen.“

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