Wo die Kirche im Dorf bleibt

Applaus! Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth und Kitaleiterin Heidi Book (l.) haben den dritten Stein gesenkt und helfen Hand in Hand mit dem Maurerhammer nach. Rechts: Pastor Jan Roßmanek, dahinter Architekt Andreas Berwing, Peter Moses und Ingo Körner.
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Applaus! Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth und Kitaleiterin Heidi Book (l.) haben den dritten Stein gesenkt und helfen Hand in Hand mit dem Maurerhammer nach. Rechts: Pastor Jan Roßmanek, dahinter Architekt Andreas Berwing, Peter Moses und Ingo Körner.

Der Grundstein für das neue Familienzentrum der Ev. Kirchengemeinde Bargteheide ist gelegt – „Ein großer Schritt“

shz.de von
21. November 2014, 13:04 Uhr

Während anderswo Räume abgegeben oder teilweise Kirchen verkauft werden, sattelt die Ev. Kirchengemeinde Bargteheide in Zusammenarbeit mit der Stadt noch drauf und lässt ein ganzes Familienzentrum für stolze 2,2 Millionen Euro bauen (siehe Extratext). „Wir haben ganz viele kleine Schritte gemacht, damit wir heute einen großen Schritt machen können“, erklärt Pastor Andreas Feldten besonders mit Blick auf die kleinen Gäste von der Kindertagesstätte Lindenstraße.

Gestern haben Kirche und Stadt mit der Grundsteinlegung für die neue Begegnungsstätte an der Lindenstraße 3 und damit vis-à-vis der Kircheninsel einen großen Schritt getan. Wenn alles in normalen Bahnen verläuft, wird die Fertigstellung termingerecht im Sommer 2015 erfolgen. Das ist rein aus Platzgründen schon gut so. „Im Martin-Luther-Haus platzen wir aus allen Nähten“, sagt Feldten und freut sich, dass die Stadt bei diesem Großprojekt mit im Boot sitze: „Alleine geht es nicht, nur mit der Stadt. Eine Partnerschaft auf Augenhöhe.“

Das hören Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth und Bürgermeister Henning Görtz natürlich gern. Bargteheides Verwaltungschef ist der Ev. Kirche besonders verbunden – als „alter Lindenstraßer“, der in ganz jungen Jahren selbst diesen Kindergarten besuchte. „Ich habe schon immer in der Lindenstraße gewohnt, Huuskoppel. Die Kirche bleibt im Dorf. Die Kirche gehört zum Dorf“, macht Görtz deutlich und verweist darauf, dass die Ev. Kirche in der Stadt drei Kindertagesstätten betreut. Auch deshalb sei die Betreuungsquote bei den über Dreijährigen bei 100 Prozent. „Bei den unter Dreijährigen haben wir 80 Prozent geschafft.“ Somit hätten beide Seiten etwas davon.

Die neue Kindertagesstätte wird in naher Zukunft aus zwei Krippen-, einer Hort- und drei Elementar-Gruppen bestehen. Letztere sind derzeit im Souterrain des Martin-Luther-Hauses, Lindenstraße 2, untergebracht und werden im Sommer des nächsten Jahres an die Lindenstraße 3 umziehen. Neben der Ev. Beratungstelle und dem Legasthenieverein sind besonders die Kinder die Nutznießer dieser Millionen-Maßnahme. Die bedankten sich musikalisch mit folgendem Lied – Strophe 1-3:

Wir lieben unsere Lindenstraße.Die Grundsteinlegung feiern wir. Wir danken allen Bauarbeitern und freuen uns: Ihr seid alle hier!

Wir sind alle einzig und nicht artig, von Gott geliebt, das ist doch klar. Im Sommer ziehen wir gemeinsam ein, drum Bauarbeiter, haut ’nen Schlag rein.

Wir lieben unsere Lindenstraße. Wir mögen dieses neue Haus. Ein Ort zum Spielen, Lachen, Toben, für Groß und Klein ein Augenschmaus.

Namenssuche: Wie soll das Familienzentrum heißen? „Es gibt zwar Vorschläge, aber nichts Bombastisches“, so Pastor Jan Roßmanek. Wenn Sie also eine Idee haben, melden Sie sich bei der Kirche. Der Name soll beim Richtfest feststehen.

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