zur Navigation springen

Kreis Stormarn : Wo befinden sich die alten Bohrschlammgruben?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Landesregierung erwähnt Altlasten in Glinde, Siek und Witzhave. Diese Angaben sind nach Ansicht des Kreises aber falsch.

Der Ahrensburger CDU-Landtagsabgeordnete Tobias Koch und die CDU-Kandidaten für die Wahlkreise Stormarn-Nord und -Süd, Christian Claussen aus Bargteheide und Lukas Kilian aus Glinde, fordern Aufklärung hinsichtlich alter Bohrschlammgruben in Stormarn.

In der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Patrick Breyer (Piraten) soll es in Glinde, Siek und Witzhave Bohrschlammgruben geben. 1937 und 1967 war in Stormarn nach Öl gesucht, aber nie Lohnenswertes gefunden worden.

Bei den Bohrschlämmen handelt es sich um das Material, welches bei den Bohrung durch die Deckschichten anfällt. Es wurde einfach in eine Grube geleitet, die man meist neben dem Bohrloch anlegte. Auch nach Einschätzung von Umweltminister Robert Habeck (Grüne) geht von Bohrschlammgruben so gut wie keine Gefahr aus. Anders ist das aber bei Schlämmen, die bei der Ölförderung anfallen.

Gleichwohl werden heute alle Bohrschlämme als Sondermüll eingestuft. Aber nicht einmal davon ist Stormarn betroffen. In Glinde habe es nicht mal eine Grube gegeben, sondern in einer Nachbargemeinde. Das sei seinerzeit versehentlich falsch eingetragen worden, sagt Dr. Dietrich Peters, der beim Kreis Stormarn für Altablagerungen zuständig ist. In Siek und Witzhave sei 1937 gebohrt worden, allerdings seien beide Standorte bereits in den Jahren danach wieder geräumt worden, führt Dietrich Peters aus.

„Die Bürger müssen verlässliche Auskunft bekommen, wo Bohrschlamm verklappt wurde. Wenn die Landesregierung eine Falschauskunft gegeben hat, dann sollte diese schnell korrigiert werden“, ansonsten würden die Bürger nur unnötig verunsichert, sagen Lukas Kilian und Tobias Koch und fordern Klarheit.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Jun.2016 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen