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Stormarner Tageblatt

19. November 2017 | 02:27 Uhr

Wissenstransfer durch Diskussionen gelobt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ihren 35. Geburtstag feierte die Bargteheider Wählergemeinschaft WfB. Die damals im Rathaus herrschende Intransparenz sei eine Ursache für die Gründung gewesen, erklärte Hilke Radowitz während einer Feierstunde. „In Bonn, Kiel und in der Stadt war alles schwarz regiert, viele Informationen blieben unter Verschluss“, so das Gründungsmitglied. Eine Stadt mit Herz im Grünen und die Erhaltung alter Bausubstanz seien von Anfang an die politischen Ziele gewesen.

Fraktionschef Norbert Muras wies auf die Erfolge der Wählergemeinschaft hin: „Gegen die Stimmen der CDU konnten wir eine Gesamtschule durchsetzen.“ Gemeint ist die heutige Anne-Frank-Gemeinschaftsschule, die vor einem Jahr mit dem deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Auch für die Einführung einer Oberstufe an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule habe sich die WfB erfolgreich eingesetzt. „Nur die Waldorfschule wächst langsamer als erhofft.“

Politisches Ziel bleibe es, den Utspann-Bereich zu erhalten. Es gebe weiterhin Begehrlichkeiten von Investoren, neben dem Kleinen Theater zu bauen. „Wir setzen uns für eine Stadtentwicklung ein, die nicht von Investoren gesteuert wird“, so Muras. Radwege müssten klarer strukturiert werden, hier sei Dänemark ein Vorbild. „Durch die Bürgermeisterwahl hat sich das politische Kleinklima verändert“, sagte Muras. Erstmals gebe es damit auch in der Verwaltung Unterstützung für die alte Forderung der WfB nach einem Stadtentwicklungskonzept.

Als parteiunabhängige Bürgermeisterin begrüße sie auch kontroverse Diskussionen, sagte Birte Kruse-Gobrecht: „Verschiedene Sichtweisen bereichern die Diskussion und sorgen für Wissenstransfer.“ Mit aktiver Zusammenarbeit, Kritik und Engagement lebe die WfB Bürgernähe. Sie nehme die Verdrossenheit vieler Bürger wahr, die sich in der rechtspopulistischen Entwicklung zeige.

Die WfB konnte bei jeder Kommunalwahl 13 bis 14 Prozent der Wählerstimmen erzielen. Jetzt sucht sie weitere engagierte Mitstreiter für die Kommunalpolitik. „Bei der Wahl im kommenden Mai sind 14 Wahlbezirke zu besetzen“, sagte Muras.

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