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Standortfrage : Wird die neue Salzhalle zu hoch?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Trittau braucht dringend eine neue Salzhalle. An der Carl-Zeiss-Straße hat die Gemeinde bereits ein 6674 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Die Vertreter von SPD und Grünen lehnen eine Änderung des B-Plans aber ab. Die ist notwendig weil die Halle viel höher werden soll als jetzt erlaubt.

Die Gemeinde Trittau braucht dringend eine neue Salzhalle. Die alte, marode Halle wurde wegen des Neubaus der Kindertagesstätte an der Großenseer Straße abgerissen. Neuer Standort ist die Carl-Zeiss-Straße, wo die Gemeinde bereits ein 6674 Quadratmeter großes Grundstück von der WAS gekauft hat. Hier soll auch der gemeinsame Bauhof mit Lütjensee entstehen, der zurzeit geplant wird. Problem: Im Bereich des B-Plans 31 wurden vor 20 Jahren einmal acht Meter Firsthöhe festgesetzt, in Ausnahmefällen sind zehn Meter erlaubt.

Benötigt werden nach Ansicht des Bauausschussvorsitzenden Jens Hoffman (CDU) jedoch elf Meter Höhe, damit die Lkw in der Halle die Ladung abkippen können. Diese Änderung ist entweder über den B-Plan oder über einen Antrag beim Kreis möglich. Da der Kreis in der Vergangenheit schon mehrfach ähnliche Anträge mit Hinweis auf die Möglichkeit der B-Planänderung zurück gewiesen hat, schlug der Bauausschuss der Gemeindevertretung eine entsprechende Änderung vor. Die Vertreter von SPD und Grünen lehnten den Antrag jedoch ab.

Die Grünen beanstandeten, dass im gleichen Zug auch ein Knick entfalle, weil eine benachbarte bauwillige Firma den Platz für den Werkverkehr benötige. Die Firma hat sich allerdings bereit erklärt, Ersatzpflanzungen vorzunehmen und sich an den Planungskosten zu beteiligen.

Die SPD ist der Meinung, dass die geplante Halle dort ohne Änderung gebaut werden könne. „Die B-Plan-Änderung würde die Gemeinde 10000 bis 20000 Euro kosten, das muss nicht sein“, sagt Ute Agatz. Sollte später ein Investor im B-Plan Gebiet andere Firsthöhen benötigen, würden die Kosten einer Änderung von diesem getragen. „Die Situation ist jetzt allerdings erstmal, dass wir den Auftrag für die Salzhalle nicht vergeben können, die wir bald dringend brauchen“, ärgert sich der Bauausschussvorsitzende Jens Hoffmann (CDU). Er meint, die B-Planänderung würde nur etwa 6000 Euro Kosten verursachen, die zum Teil durch die bauwillige Firma gegenfinanziert werden würden. Außerdem sei es weitsichtiger, das gesamte Gebiet neu zu überplanen, da auch weitere freie Grundstücke wegen der niedrigen Firsthöhen bisher nicht verkauft werden konnten. „Neue Betriebe bringen schließlich auch Gewerbesteuereinnahmen“, meint er. Bürgermeister Nussel sagt dazu: „Man hat den Bebauungsplan 31 nicht geändert, weil man mehrheitlich der Meinung war, die festgesetzten Firsthöhen reichten aus. Ob das so ist, wird sich herausstellen, wenn wir wissen, welche Salzhalle denn nun tatsächlich genommen werden soll“.

Jens Hoffmann bemüht sich unterdessen, für diesen Winter eine andere Lagermöglichkeit für das Salz-Sand-Gemisch zu finden. Eine Möglichkeit wäre die Lagerung auf dem Gelände der Meierei, solange Inhaber Günter Süllau dort noch nicht baut. „Die Zeit wird langsam knapp. Der Winter steht vor der Tür und eine Halle wird nicht mehr rechtzeitig fertig“, sagt Hoffmann.
Die gesamte Problematik soll jetzt erneut im Planungs- und im Bauausschuss beraten werden.







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erstellt am 29.Sep.2013 | 06:15 Uhr

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