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Bad Oldesloe : „Wir wollen sein Leben retten“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Große Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei für an Leukämie erkrankten Notarzt in Bad Oldesloe.

Für Thorsten Salomon und seine Familie war es ein Schock. Der 53-jährige Notarzt aus Hamburg erfuhr nach einer Blutuntersuchung, dass er an akuter Leukämie leidet. Kaum machte diese Nachricht die Runde in den Kreisen der Rettungskräfte, rollte sofort eine große Welle der Hilfsbereitschaft an. „Ich kenne Thorsten persönlich und habe selbst gemeinsam mit ihm Einsätze gehabt. Er war immer für alle da, hat auch in Stormarn unzählige Leben gerettet. Jetzt wollen wir alles tun, damit wir sein Leben retten können“, sagt Christian Brand vom Arbeiter Samariter Bund Regionalverband Stormarn-Segeberg. „Es war uns sofort klar, dass wir etwas tun müssen und wollen. Er ist ein Kamerad, der in Not geraten ist“, so Brand weiter.

Da er auch Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Oldesloe ist, sprach er das Thema auch dort an. „Wir waren sofort dabei. Wenn man etwas tun kann, dann sollte es getan werden“, so Gemeindewehrführer Olaf Klaus. Und auch das Technische Hilfswerk (THW) bietet Hilfe an. Gemeinsam mit der Stadt Bad Oldesloe wird nun eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspendedatei (DKMS) am Sonnabend, 30. Januar, in der Grundschule West in der Kreisstadt stattfinden. Die Organisation und Öffentlichkeitsarbeit für diesen wichtigen Termin übernehmen die engagierten Beteiligten gemeinsam.

„Die Chancen, dass eine Person als potenzieller Stammzellenspender in Frage kommt, weil es nahezu identische Gewerbemerkmale gibt, liegt im günstigsten Fall bei 1:20  000. Die Chancen steigen natürlich, wenn möglichst viele Menschen mitmachen“, so Brand.

Registrieren lassen kann sich jeder zwischen 17 und 55 Jahren. Die Registrierung erfolgt durch eine minimale Blutabnahme. Vor dieser wird ein kleiner Fragebogen gemeinsam mit einem kompetenten Ansprechpartner ausgefüllt. „Das dauert dann insgesamt vielleicht zehn Minuten“, so Brand. Verpflegt werden die Spender selbstverständlich vor Ort von den Organisatoren, auch ein kleines Rahmenprogramm soll geboten werden und das THW wird für eine „ Kinderbespaßung“ sorgen.

Während die Eltern sich registrieren lassen, ist der Nachwuchs dann gut beschäftigt. Die Typisierung hilft nicht nur möglicherweise Thorsten Salomon, sondern wird auch in die große Spenderkartei eingefügt. So kann eventuell auch anderen Leukämiepatienten geholfen werden“, sagt Olaf Klaus. Die Typisierung an sich verpflichtet auch nicht juristisch zu einer Knochenmarkspende im Falle einer Übereinstimmung. „Die Einwilligung – auch wenn der Eingriff für den Spender tatsächlich ungefährlich ist – wird mehrfach eingeholt“, betont Brand.

Neben möglichst vielen Teilnehmern benötigen die Organisatoren auch Spenden. Denn jede Typisierung kostet die DKMS 50 Euro. Weitere Typisierungsaktionen finden am Sonnabend, 23. Januar, in der Gemeinde Simeon in Hamburg-Osdorf und am Sonntag, 31. Januar, im DRK-Kindergarten in Büchen statt.

In Bad Oldesloe wird es einen Shuttleservice vom Exer zur Grundschule West geben. „Wir wollen es jedem ermöglichen, zu kommen“, merkt Brand an.


>Informationen zum Spendenkonto im Internet unter: http://www.facebook.com/ helftthorsten.

Weitere Infos zur DKMS im Internet unter http://www.dkms.de

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