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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 02:15 Uhr

„Wir sind stolz auf unsere Werkstatt“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mit einem Spiel- und Sportfest sowie einem Festakt mit vielen Rednern feierten die Stormarner Werkstätten ihr 25-jähriges Bestehen

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2014 | 14:31 Uhr

Vor 25 Jahren wurde in der Kreisstadt eine Werkstatt für behinderte Menschen eröffnet. Was als Zweigstelle der völlig überfüllten Ahrensburger Werkstätten für zunächst 60 Menschen mit Handicap begann, entwickelte sich im zurückliegenden Vierteljahrhundert zu einer wahren Erfolgsgeschichte. Heute arbeiten insgesamt 275 „Kolleginnen und Kollegen“, so der offizielle Sprachgebrauch der Werkstätten, an sechs verschiedenen Standorten in Bad Oldesloe und in zwölf verschiedenen Gewerken, wie Metallbearbeitung, Kfz-Werkstatt, Hauswirtschaft, Montage und Verpackung, Garten- und Landschaftsbau sowie Schneiderei und Büroservice.

Im Rögen 56 wird allerdings nicht nur gearbeitet, sondern die Menschen mit Handicap haben auch viele Möglichkeiten, sich fortzubilden und ihre Freizeit zu gestalten. „Wir bieten viel Platz für das wirkliche Leben. Wir sind auch Treffpunkt für soziale Kontakte, manchmal Lebensmittelpunkt und bei uns werden viele Feste gefeiert. Ein sterbenskranker Kollege sagte mir mal, wir seien seine Familie“, sagte Einrichtungsleiter Stephan Bruns in seiner Begrüßungsrede bei der Jubiläumsfeier mit mehr als 200 Gästen. Die familiäre Atmosphäre und das vertrauensvolle Miteinander sind das Markenzeichen der Stormarner Werkstätten, die von mehr als 50 hauptamtlichen Mitarbeitern unterstützt werden. „Wir sind stolz auf unsere Werkstatt und dass wir zu dem tollen Team gehören dürfen“, sagte Kim Arnold vom Werkstattbeirat, der für seine kurze Rede viel Applaus bekam. Eine tolle Idee hatte Carsten Schmidt-Diercks. Der Diakon der Stormarner Werkstätten knüpfte mit Hilfe in den Saal geworfener Wollknäuel ein buntes Netz zwischen allen Anwesenden, so dass es bald kein Durchkommen mehr gab. „Die Stormarner Werkstätten sind ein Netz, in dem alle achtsam miteinander umgehen und alle aufgefangen werden. Wir brauchen mehr Ein- und nicht Ausgrenzung“, forderte der Geistliche.

„Ohne Angst ans Werk“ sei damals wie heute das Motto der Stormarner Werkstätten, betonte Georg Kallsen. „Unsere Kollegen haben nicht nur Handicaps, sondern auch Talente“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie. Besonders stolz sei er auf die vielen Großaufträge für die Stormarner Werkstätten, sei es für die Hako-Werke, das Lufthansawerk oder für Hamburger Krankenhäuser, für die von den Mitarbeitern täglich 12 000 Bestecke konfektioniert würden, so Kallsen.

Zum Firmenjubiläum veranstalten die Stormarner Werkstätten am kommenden Freitag, 5. September, ein Open Air Konzert im Rögen 56/58. Einlass ist ab 16 Uhr, Beginn 17 Uhr, Eintritt, fünf Euro.

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