Bad Oldesloe : „Wir sind gut aufgestellt“

Präsentierten die Bilanz: Die Vorstandsmitglieder Michael Ringelhann (l.), Joachim Wallmeroth und Dr. Martin Lüdiger.
Präsentierten die Bilanz: Die Vorstandsmitglieder Michael Ringelhann (l.), Joachim Wallmeroth und Dr. Martin Lüdiger.

Die Sparkasse Holstein präsentiert eine positive Jahresbilanz mit 12 Millionen Euro Bilanzgewinn.

shz.de von
08. März 2018, 06:00 Uhr

Nach zwölf Jahren als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein war es das letzte Jahresbilanzgespräch, das Dr. Martin Lüdiger in dieser Funktion durchführte. Mitte des Jahres geht er – zwei Jahre früher als zunächst geplant – in den Ruhestand. Und so war die Bilanz des Jahres 2017 auch ein wenig ein Fazit seiner Arbeit. „Das Jahresergebnis ist gut. Wir konnten das Eigenkapital erhöhen. Die Sparkasse Holstein ist damit noch besser für die Herausforderungen der Zukunft aufgestellt“, so Lüdiger. Mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung von 75 Millionen Euro und einem Jahresergebnis nach Steuern von 53,8 Millionen konnte ein Bilanzgewinn von 12 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Damit bewege man sich auf dem Vorjahresniveau. Die Sparkasse liegt insgesamt mit ihren guten Zahlen über dem Landes- und auch dem Bundesdurchschnitt. Dazu käme, dass die Kunden sehr verlässlich seien, was zu wenigen Ausfällen im Kreditgeschäft führe. „Natürlich haben wir auch ein gutes Geschäftsgebiet. Aber das alleine reicht nicht“, so Lüdiger.

5,2 Milliarden Euro Kredite wurden gewährt (plus 3,4 Prozent), davon gingen 3,5 Milliarden an Unternehmen (plus 4,1 Prozent). Die Kundeneinlagen betrugen 2017 4,5 Milliarden (plus 9,1 Prozent). Dass diese Kundeneinlagen trotz der Niedrigzinsphase steigen, sei ein erfreuliches Zeichen und sicherlich dem guten Kundenkontakt geschuldet. „Es war mir wichtig, dass wir uns im Bereich Service verbessern. Die Kundenzufriedenheit ist immer weiter angestiegen in den letzten zehn Jahren und liegt nun bei 63,7 Prozent. Vor einiger Zeit lagen wir nur knapp über 50 Prozent“, so Lüdiger. Umfragen hätten auch ergeben, dass es deutliche Imagegewinne gebe. In Hamburg wurde die Sparkasse Holstein bei einer Umfrage kürzlich auf Platz eins der besten Banken im Bereich Service und Vertrauen gewählt.„Unsere Kunden vertrauen uns. Andererseits ist es aber auch kein Geheimnis, dass wir in der erwähnten Niedrigzinsphase kein Geld mit dem Einlagengeschäft verdienen“, erklärte der scheidende Vorstandsvorsitzende weiter. „Die gute Bilanz überdeckt ein wenig, dass die niedrigen Zinsen zu einer großen Herausforderung für die Zukunft werden. Da besteht ein gewisser Druck“, so Lüdiger. „Ich wollte immer guten Service für die Privatkunden anbieten, aber trotzdem erfolgsorientiert arbeiten. Denn wenn du am Ende Verlust machst, ist das kein Erfolg“, erklärte er.

„50 Berater in acht Firmenkundencentern kümmern sich um die Unternehmen vor Ort. Firmen mit 200 oder 250 Millionen Umsatz im Jahr sind für uns kein Problem. Selbst die Herausforderung eines Unternehmens mit bis zu einer Milliarde Umsatz im Jahr könnten wir stemmen“, so Lüdiger. Die Digitalisierung intern und auch für die Kunden sei derweil fast abgeschlossen. „Damit spart man nicht nur Platz, sondern es sind auch die Zeiten vorbei, in denen eine Akte vermisst wurde, weil sie irgendwo im Schrank steht“, so Lüdiger.

Aktuell unterhält die Sparkasse 16 Filialen in Ostholstein, dreizehn in Stormarn, zwei in Norderstedt und sechs in Hamburg. Geschlossen wurden 2017 die Außenstellen in Pönitz und Stapelfeld. Die Zahl der Mitarbeiter sank von 1048 auf 1011. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist mit 84 stabil geblieben.

Voran geht es weiterhin mit der Überarbeitung der visuellen Ausgestaltung der Filialen und der Corporate Identity. Hier setzt das Unternehmen auf „Meer und Leichtigkeit“. Werbemittel, aber auch die Filialen – wie gerade in Bargteheide im „großen Stil“ – werden entsprechend umgestaltet.

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