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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 10:08 Uhr

Aufstiegsspiele : „Wir sind einfach dran“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Annika Rahf, Torhüterin der HSG Reinfeld/Hamberge, benennt das Ziel: Aufstieg in die Handball-Oberliga. Ab Sonntag wird es für die Stormarnerinnen ernst.

Der Jetlag war ihr dieser Tage noch ein wenig anzumerken. Etwas verschlafen wirkte Annika Rahf noch nach der Rückkehr aus New York (USA) am vergangenen Sonnabend. Eine Woche Sightseeing und Shopping hatten auf dem Programm gestanden – Abwechslung vor dem ersten von zwei so wichtigen Handballspielen. Am Sonntag (16 Uhr) geht es für die Torhüterin der HSG Reinfeld/Hamberge und ihr Team beim HT Norderstedt um eine gute Ausgangslage für das Rückspiel eine Woche später im Kampf um den Oberliga-Aufstieg. „Bis Sonntag habe ich den Jetlag überwunden“, verspricht Annika Rahf, dass sie sich auf dem Feld so ausgeschlafen präsentieren wird, wie man es von ihr in den vergangenen Monaten gewohnt war.

Denn der 24-Jährigen kommt in den Aufstiegsspielen gegen das Handball-Team Norderstedt, das als Tabellendritter der Hamburg-Liga vom Verzicht des Zweiten SG Wilhelmsburg profitiert hat, eine Schlüsselrolle zu. „Die Partie wird auf der Torwartposition mit entschieden“, vermutet Trainer Detfred Dörling, der sich angesichts seiner Top-Besetzung zwischen den Pfosten in dieser Hinsicht keine Sorgen macht. „Sie hat schon in den letzten Spielen der Punktrunde super gehalten“, lobt der HSG-Coach: „Sie besitzt ein tolles Reaktionsvermögen und trifft in den wichtigen Momenten die richtige Entscheidung.“

Annika Rahf ist so viel Lob beinahe unangenehm. „Ganz unwichtig bin ich sicher nicht, aber wichtig ist vor allem die Leistung der ganzen Mannschaft“, betont die 1,73 Meter große Torhüterin, die ihr Stellungsspiel als größte Stärke ansieht: „Es sind oft die freien Bälle, bei denen ich glänze. Bei den Bällen von Außen reagiere ich noch zu früh – aber da arbeite ich im Torwarttraining dran.“

Dörling zählt auf seine Schlussfrau, weil sie eines besitzt, das die Mannschaft in den vergangenen Jahren oft vermissen ließ: mentale Stärke. Der Coach weiß: „Das Spiel wird im Kopf entschieden.“ Ehemals keine Situation, die für die HSG gemacht war. Doch diese Zeiten sind vorbei. „Wir sind gefestigter. Da dürfte eher Norderstedt Probleme haben: eine junge, spielstarke Truppe, der aber die Abgeklärtheit und eine führende Hand fehlen“, analysiert Dörling: „Sie befinden sich also in einer Situation, in der wir vor zwei Jahren auch waren.“

Es ist der dritte Angriff auf den Oberliga-Aufstieg in Folge für die HSG, und auch Annika Rahf, die seit 2007 für Reinfeld/Hamberge aufläuft, gibt zu: „In den vergangenen Jahren waren wir schon Wochen vor den entscheidenden Spielen nervös. Aber in dieser Saison haben wir wichtige Partien gewonnen. Wir sind oft gescheitert – jetzt sind wir einfach dran.“ Was ihr Mut macht: Die Mannschaft habe die nötige Lockerheit. „Da war es auch gut, vier Wochen Pause nach dem letzten Ligaspiel zu haben. Da konnte jede von uns den Kopf noch einmal frei bekommen“, betont die frenetische Antreiberin des Teams.

Eine gelungene Generalprobe feierte die HSG am Dienstag im Trainingsspiel beim Oberligisten SG Todesfelde/Leezen. „Da konnten wir uns nochmal einspielen, haben 36:32 gewonnen“, verrät Annika Rahf – und präsentierte sich in den entscheidenden Momenten schon wieder ausgeschlafen.

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