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Bargteheide: : „Wir sind die Mietpreisbremse“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auf dem Alten Sportplatz in Bargteheide entstehen 30 geförderte Wohnungen.Die Mieten werden pro Quadratmeter im ersten Förderweg 5,80 Euro kosten, im zweiten sieben Euro.

Im Juni kommenden Jahres sollen 30 geförderte Wohnungen in Bargteheide fertig gestellt sein. Gestern feierte die Genossenschaft Neue Lübecker das Richtfest dafür auf dem Alten Sportplatz. Die Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sind zwischen 50 und 85 Quadratmeter groß, für die Bewohner entstehen 33 Stellplätze. Damit werden Bedürfnisse von Familien, Singles und Senioren abgedeckt. Für die beiden Bauten investiert die Genossenschaft 3,2 Millionen Euro.

Die Mieten werden pro Quadratmeter im ersten Förderweg 5,80 Euro kosten, im zweiten 7 Euro. Beim zweiten Förderweg darf das Einkommen um 20 Prozent höher sein als beim ersten. „Wir sind die Mietpreisbremse“, sagt Genossenschafts-Vorstand Dr. Uwe Heimbürge dazu. Auf 2800 Quadratmetern Grundstück sollen 1900 Quadratmeter Wohnraum entstehen. Auf den drei Geschossen thront noch ein Staffelgeschoss.

Möglich wurde das durch gute Konditionen beim Grundstückskauf von der Stadt. „Sie ist uns preislich entgegengekommen“ sagt Dirk Hambach von der Genossenschaft. Bei den heutigen Grundstückspreisen sei sozialer Wohnungsbau nur noch schwer zu realisieren. Daran scheiterten bisher weitere Baupläne. In Bargteheide bewirtschaftet die Genossenschaft 232 Wohnungen. „Der Bestand wird in den kommenden Jahren modernisiert“, sagt Hambach.

Die Warteliste im Rathaus sei weiterhin lang, erklärt der stellvertretende Bürgermeister, Claus Christian Claussen. „Viele Anläufe zum Bau von Sozialwohnungen sind bisher gescheitert, weil kein Investor richtig heranwollte.“ Bargteheide werde aber weiterhin ein gutes Pflaster fürs Bauen sein. Nach der Prognose des Kreises würden hier in den kommenden 15 Jahren weitere 1000 bis 1500 Wohnungen benötigt. „Darin ist der Bedarf für die Flüchtlinge noch nicht abgedeckt“, sagt Claussen.

Auch mit Blick auf den demografischen Wandel sind die Wohnungen im Erdgeschoss barrierefrei, in den Obergeschossen immerhin barrierearm. In allen Gebäuden gibt es Aufzüge. Photovoltaik auf den Dächern speist den Strom für eine Luft-Wärmepumpe im Keller ein, mit der die Heizung unterstützt wird.

Die Vermietung übernimmt das Servicecenter der Neuen Lübecker in der Schlossstadt Ahrensburg. „Vorrang haben natürlich unsere Mitglieder“, sagt dessen Leiter Jan Schlief. Erfahrungsgemäß werde die Mehrzahl aber über den freien Wohnungsmarkt vermietet. Diverse Interessenten hätten sich bereits angemeldet, merkt Schlief weiter an.






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