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Kampf gegen Ausbeutung : „Wir müssen zurück in die Fläche“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der DGB Kreisverband eröffnet wieder ein Büro in Bad Oldesloe. Die Gewerkschaft erhofft sich mehr Engagement und Mobilisirungskraft vor Ort.

Sichtlich stolz und zufrieden schauten sich Uwe Teut und Walter Albrecht vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in ihrem neuen Büro am Mühlenplatz 7 in Bad Oldesloe um. Computer, Telefon, Aktenschrank – es ist alles da. Die Arbeit kann losgehen. „Es ist für mich ein sehr bewegender Moment, da bin ich ganz ehrlich. Es motiviert noch mehr und freut mich, dass wir nun wieder ein Büro haben“, sagte Albrecht, der laut Teut „die personifizierte Gewerkschaft in Bad Oldesloe ist“.

1995 hatte der DGB beschlossen, sich aus der Fläche zurückzuziehen. „Das war eindeutig ein Fehler. Die Menschen wollen und brauchen einen Anlaufpunkt, nicht nur eine Telefonnummer“, so der Kreisvorsitzende Teut. „Der Weg war nicht leicht, aber wir haben ihn geschafft und hier eine neue Heimat gefunden.“ Die Gewerkschaft Verdi war es, die dem DGB in ihren Räumen einen Platz frei machte. „Der DGB Stormarn ist eine sehr aktive Gruppe. Im Prinzip die aktivste Gruppe, die ich kenne“, so Sabine-Almut Auerbach, Bezirksgeschäftsführerin von Verdi.

Doch was genau versprechen sich Teut, Albrecht und die Mitstreiter aller angeschlossenen Unter-Gewerkschaften eigentlich vom neuen Büro? „Wir wollen eine Anlaufstelle für alle sein, die Fragen haben. Eine Anlaufstelle für Demokratie. Ein Ort für Ehrenamtler“, erklärt Teut. Es sei wichtig das ehrenamtliche Engagement zu stärken. Man helfe auch Menschen, die nicht in der Gewerkschaft organisiert seien, hoffe aber natürlich, dass noch mehr Mitbürger in diese eintreten. „Wir sind eine politische Organisation, aber eine überparteiliche. Das ist uns enorm wichtig. Bei uns ist jeder Demokrat willkommen“, so Teut. „Wir werden uns weiterhin am 1. Mai engagieren, aber vor allem auch gegen Rechts und in vielen anderen Projekten“, ergänzt Albrecht. „Es wird viel mehr Aktionen geben. Wir hoffen natürlich auch, dass wir so mehr Bürger erreichen und motivieren. Es gibt so viele gesellschaftliche Aufgaben und Probleme, die dringend angegangen werden müssen“, zeigt sich Teut kampfbereit. „Wir setzen uns gegen Altersarmut ein, gegen Ausbeutung und ganz deutlich gegen jede rechte Tendenz.

Albrechts Euphorie über die neuen Möglichkeiten ist kaum zu bremsen. „Das Mobilisierungspotenzial, der positive Effekt dieses Büros ist noch gar nicht abschätzbar. Aber das wird uns nochmal deutlich nach vorne bringen“, ist er sich sicher.

Das Büro hat ab sofort montags von 10 bis 13 Uhr, sowie mittwochs von 16 bis 18 Uhr und freitag von 10 bis 13 Uhr geöffnet.


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