„Wir legen viel Wert auf Lesen“

Silke Spillner-Kalemba ist für die Bücherei verantwortlich, in der die Jungen und Mädchen nach Herzenslust in den rund 700 Büchern schmökern können.
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Silke Spillner-Kalemba ist für die Bücherei verantwortlich, in der die Jungen und Mädchen nach Herzenslust in den rund 700 Büchern schmökern können.

Grundschule Tangstedt hat seine Bücherei eingeweiht / 4000 Euro aus Sponsorenlauf an „Ärzte ohne Grenzen“ übergeben

shz.de von
02. Februar 2015, 14:43 Uhr

In der Tangstedter Grundschule haben Schüler und Lehrer gleich aus zwei Anlässen Grund zum Feiern: Die neue Bücherei ist offiziell eingeweiht und an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ wurde ein Scheck in Höhe von 4000 Euro überreicht. Das Geld hatten die Jungen und Mädchen Ende vergangenen Jahres bei einem Sponsorenlauf hart erlaufen.

Rund 210 Jungen und Mädchen besuchen die Grundschule in Tangstedt, die auch eine betreute Grundschule bis 17 Uhr inklusive Mittagessen anbietet. „Wir legen hier sehr viel Wert auf das Lesen“, sagt Schulleiter Mathias Conrad. Die bisherige Schulbücherei war im Musikraum mit untergebracht. Da gab es immer wieder Koordinationsprobleme. „Wir können uns jetzt den Luxus leisten und für die Bücherei einen eigenen Raum zur Verfügung stellen“, so Conrad.

Mit Hilfe der Eltern wurde der Klassenraum neu gestrichen und eingerichtet. Federführend leitet die Verwaltungsmitarbeiterin Silke Spillner-Kalemba die Bücherei: „Wir haben hier rund 700 Bücher und es wurden jetzt für 1000 Euro neue Bücher angeschafft.“ Die Bücherei kann von den Kindern aber nur genutzt werden, wenn eine Lehrkraft oder ein Elternteil anwesend ist.

Im Rahmen der Einweihung wurde eine 4000-Euro- Spende an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ übergeben. Nach dem Sponsorenlauf hatten die Klassensprecher sich dafür entschieden, das erlaufene Geld für die Bekämpfung von Ebola zu spenden und kamen so auf die Organisation. Den symbolischen Scheck aus den Händen der Kinder nahm Nikolaus Wiesner in Empfang. „Das ist eine tolle Sache und sehr viel Geld“, ist Wiesner erfreut. Die Organisation hat derzeit 4000 Mitarbeiter in den von Ebola betroffenen Gebieten im Einsatz. „Auch wenn Ebola in den Medien nicht mehr so präsent ist, ist die Krankheit immer noch vorhanden“, sagte er. Für ihn ist es das erste Mal, dass er einen solchen Betrag von Grundschülern in Empfang nimmt. „Wir haben bisher rund 7500 mit Ebola infizierte Patienten behandelt. 2000 davon konnten bereits als gesund entlassen werden“, so Wiesner. Neben der direkten Behandlung der Kranken ist aber auch die Aufklärung über die Krankheit eine sehr wichtige Aufgabe.


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