Bürgerstiftung : „Wir achten die Menschen in ihrer Verschiedenheit“

Ehrenamtspreis für Inklusion: (von links) Ingrid Hünike (Jury) mit den Preisträgern Hans-Peter Weiß, Dorothea Schmidt und Axel Fricke vom Interkulturellen Gesprächskreis, Ministerin Kristin Alheit sowie dem Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Dr. Michael Eckstein.
Ehrenamtspreis für Inklusion: (von links) Ingrid Hünike (Jury) mit den Preisträgern Hans-Peter Weiß, Dorothea Schmidt und Axel Fricke vom Interkulturellen Gesprächskreis, Ministerin Kristin Alheit sowie dem Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Dr. Michael Eckstein.

Netzwerk Migration und Integration mit dem Ehrenamtspreis für Integration der Bürgerstiftung Region Ahrensburg ausgezeichnet. Sozialministerin Kirstin Alheit hielt die Laudatio.

shz.de von
15. November 2013, 00:34 Uhr

„Wir achten die Menschen in ihrer Verschiedenheit, sie müssen sich nicht aneinander angleichen“, sagt Dorothea Schmidt, Sprecherin des Netzwerks Migration und Integration in Ahrensburg. In dieser Achtung treibt der Kreis, in Zusammenarbeit mit dem Interkulturellen Gesprächskreis das Zusammenwachsen der Gesellschaft voran. Dafür erhielt es jetzt den Ehrenamtspreis für Integration, den die Bürgerstiftung in Region Ahrensburg in diesem Jahr vergibt. Er wurde im Bargteheider Stadthaus vergeben.

Zur 15. Preisverleihung war auch Sozialministerin Kristin Alheit nach Bargteheide gekommen. Neben Nahrung, Obdach und Gesundheitsversorgung gebe es noch mehr Aspekte für ein gutes Leben, sagte sie: „Anteil nehmen, andere unterstützen und teilen.“ Die Kandidaten nähmen andere Menschen mit in die Gesellschaft, und dafür gebühre ihnen Dank.

Vier weitere Vorschläge standen: Die Initiative „Wir sind Bürgerinnen und Bürger“, setzt sich in Ahrensburg für die Rechte von Menschen mit Handicap ein. Vorgeschlagen war auch Lore Grube, die sich fantasievoll für das DRK engagiert. Auch die Integrationssportgruppe im Hoisbütteler Sportverein wurde zur Preisverleihung eingeladen. Ebenso war Hans-Peter Weiß nominiert, Mitbegründer des Interkulturellen Gesprächskreises.

„Zu oft werden Menschen wegen ihrer Herkunft, Religion, Geschlecht, Alter oder Hautfarbe noch ausgegrenzt“, sagte die Ministerin Kristin Alheit. „Wir brauchen Engagement, um andere auf ihrem Weg in die moderne Gesellschaft zu unterstützen.“ Die Orientierungssysteme wie Familie oder Religionszugehörigkeit änderten sich. Hier wirke das Ehrenamt positiv. „Es tut mir auch selbst gut, wenn ich mit Benachteiligten arbeite und neue Erkenntnisse und Einsichten für mich gewinne“, so Kristin Alheit. Das Netzwerk fördere die Mitarbeit ethnischer Gruppen, vertrete ihre Interessen gegenüber Politik und Verwaltung und schaffe Orte der Begegnung, so Jury-Mitglied Ingrid Hüniken. „Deutschkurse, Bildungspatenschaften für Grundschüler werden ebenso organisiert wie Diskussionen und Informationsveranstaltungen.“

Mit seinem Eintreten für Völkerverständigung und gegen Gewalt und Diskriminierung sei das Netzwerk ein Vorbild über die Stadtgrenzen hinaus. „Wir fühlen uns anderen nicht überlegen“, betonte Dorothea Schmidt, „wir nutzen lediglich unseren besseren Zugang zu Ressourcen.“

>Ausblick: Der nächste Ehrenamtspreis wird im kommenden Jahr für Verdienste in den Bereichen Gesundheit, Natur und Umwelt verliehen




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