Windkraft: Viele Flächen sind raus

Land stellt Zwischenstand vor / Autohof Hammoor ja, Gewerbe nein?

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04. Juli 2018, 06:00 Uhr

Die Landesregierung hat nach Auswertung von 6500 Stellungnahmen einen Zwischenstand für die Windenergie-Planung vorgelegt. Hauptgrund sind die Ausnahmeprüfungen. Die Pläne seien so weit fortgeschritten, dass man auf weit mehr Flächen als bisher Ausnahmen zulassen könne, so Innenminister Hans-Joachim Grote. Geprüft werden Anträge aus Vorranggebieten, die im zweiten Entwurf bestätigt wurden. 29 von rund 200 Ausnahmeverfahren könnten kurzfristig zum Abschluss gebracht werden. Dies betrifft nicht nur Nordfriesland, sondern auch Lasbek-Dorf.

Durch die höheren Abstände zu Wohnbebauung und nach Bewertung der Stellungnahmen sind in Stormarn viele Vorranggebiete gestrichen worden: Neben Flächen bei Delingsdorf, Eichede, Steensrade, am Klingberg sowie zwischen Havighorst und Rehhorst gilt das auch für die Fläche westlich von Mollhagen, die den Bau eines Autohofs bei Hammoor verhindert hätte. Als Vorrangebiete sind noch Flächen bei Papendorf, westlich Feldhorst, bei Neukoppel, östlich Lasbek-Dorf enthalten. Neu hinzugekommen ist eine Fläche direkt hinter der Stormarner Kreisgrenze zwischen Tralau und Groß-Niendorf.

Im Entwurf steht auch weiterhin die Fläche zwischen der A 1 und der A 21 nördlich Hammoor, obwohl die Gemeinde und die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft dort ein Gewerbegebiet ausweisen möchten. Anders als beim Autohof gibt es dafür aber noch keine konkrete Planung.

Es handele sich um eine vorläufige Kulisse zur Steuerung der Ausnahmeprüfungen und nicht um einen Entwurf des Regionalplans, heißt es beim Land. Der soll im Herbst vorgestellt werden. Dann folgt die nächste Beteiligungsrunde. „Ich bin guter Hoffnung, dass die Fläche für Gewerbeentwicklung erhalten werden kann“, sagt Kreisbauamtsleiter Klaus Kucinski.

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