Kreisstadt : Windkraft für Bad Oldesloe

Blick auf das größte Windrad in Bad Oldesloe und Umgebung.
Blick auf das größte Windrad in Bad Oldesloe und Umgebung.

Land erklärt Fläche zwischen Schadehorn und Feldhorst zum Windenergie-Vorranggebiet.

shz.de von
09. Dezember 2018, 18:05 Uhr

Bad Oldesloe | Bei Schadehorn könnten in der Nähe von Bad Oldesloe bald neue Windkrafträder das Landschaftsbild mitprägen und für alternative Energiegewinnung sorgen.

In einer Teilfortschreibung des Regionalplans hat das Land Schleswig-Holstein neue Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausgewählt. Außerhalb dieser Gebiete dürfen keine Windkraftanlagen gebaut werden und innerhalb dieser Gebiete dürfen keine Nutzungen vorgesehen werden, die der Windenergienutzung widersprechen würden.

„Dass die Flächen zwischen Schadehorn und Feldhorst ausgewählt wurden, hat uns selbst ein wenig überrascht“, erklärt Dr. Kurt Soeffing im Umwelt- und Energieausschuss. Zwei Flächen wurden dort ausgewählt. Sie haben eine Größe von 22,5 Hektar, wovon 18,4 Hektar zum Gemeindegebiet Bad Oldesloe gehören. Dass im Landschafts- und Flächennzutungsplan in diesem Bereich ein Landschaftsschutzgebiet eingetragen sei, sei ein Fehler. Die Verordnung aus dem Jahr 1958 sei 1966 bereits aufgehoben worden. Entsprechend spricht auch dieser Punkt nicht gegen die WKAs. Diese würden auf den Grundstücken mehrerer Landwirte errichtet, die eine erhebliche Pacht pro Jahr kassieren könnten. Genügend Interessenten an den Flächen für den WKA-Bau sind offenbar bereits mehr als genug vorhanden.

Soeffing wies daraufhin, dass natürlich die ökologische Wertigkeit existierender Randbiotope gemindert werde. Die Naturschutzbehörde des Kreises hatte auf die Nistplätze von Uhu bis Kranich in der Umgebung hingewiesen

Kosten kämen auf die Stadt nicht zu, aber das Erreichen der Ziele des Klimaschutzkonzepts könnte etwas näher rücken und es ist mit Steuermehreinnahmen zu rechnen.

Der Umwelt- und Energieausschuss sowie der Bau- und Planungsausschuss haben bereits zugestimmt.In der Folge müsste nach einer Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung auch eine Einigung zwischen den fünf betroffenen Landeigentümern im Bereich der Vorrangflächen bei Schadehorn hergestellt werden. Angesichts dessen, dass lukrative Pachteinnahmen winken, ist das nicht unwahrscheinlich.

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