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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 08:25 Uhr

Wild und glitschig!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Kunst im Gutshaus“ zeigt ab heute in Glinde Arbeiten von Edith Mari Rosebrock

„Wild und glitschig“ wird es ab heute im Gutshaus Glinde. In der Reihe „Kunst im Gutshaus“ haben der Kunstverein und die Sönke-Nissen-Park-Stiftung Edith Mari Rosebrock aus Wedel eingeladen. Die Ausstellung mit dem Titel „Wild und glitschig“ wird um 19.30 Uhr im Kaminraum eröffnet.

Nach Begrüßung durch Silke Löbbers wird Uta Kelting-Schubert die Laudatio halten. Die seit 2004 freischaffende Kunstmalerin hält große Raubkatzen, mächtige Eisbären, faszinierende Affen, bunte Vögel, kleine und große Fische auf der Leinwand fest. Neben Auftragsarbeiten für den Film waren ihre Bilder auch in vielen Ausstellungen in ganz Deutschland, in Spanien sowie mehrere Male in Dubai zu sehen.

Ihre Liebe zur Malerei entdeckte, wobei ihre Fantasie durch ihre Kurzsichtigkeit noch angeregt wurde. „Oft sah ich den ziehenden Wolken nach und entdeckte jede Menge Fabelwesen. Die Welt weiter weg nahm ich anders wahr als sie in der Realität existierte.“ Die „hässliche Brille“, die ihr die Eltern verpassten, „verschwand sofort, sobald ich außer Sichtweite war. Von da an lebte ich in zwei Welten, einer gestochen scharfen realistischen Welt und einer verschwommenen Fantasiewelt.“

Bevorzugte Themen sind die Unterwasserwelt, die sie als Taucherin kennen lernte, und das Reich der Tiere. „Diese male ich meist irreal transparent, um ihre von der Natur gegebene perfekte Tarnung wiederzugeben. Die dabei echt wirkenden Augen sollen den Blick des Betrachters fixieren“, so Edith Mari Rosebrock, die überwiegend mit dem Spachtel arbeitet und durch das Einbetten von Materialien wie Sand, Netze oder Seidenpapier eine plastischen Modellierung erreicht. Ihre bevorzugten Farben sind die warmen Töne des Südens und die kalten Töne des Nordens.

Bulle, Bär, Hai oder Geier bestimmen die Bilder, der Mensch ist bis auf einige Ausnahmen ausgeschlossen. „Er drängt sich aus der Natur, indem er sie zerstört, aber auch aus seiner eigenen Industrialisierung, zu sehen in meinen Hafenbildern, die hauptsächlich Massenguttransporter und Maschinen zeigen“, so die Künstlerin.

>Die Ausstellung ist bis 27. September montags bis freitags von 10 bis 12, montags und mittwochs 14 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags 14 bis 18 Uhr zu sehen. De Eintritt ist frei.

>Eine Sonderöffnung mit Edith Mari Rosebrock findet am 13. September von 15 bis 17 Uhr statt.

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