Auf dem Lütjensee : Wieder die Südstormarn Rowdys!

Jeweils vier Mannschaften pro Rennen wetteiferten  auf dem Lütjensee.  Auch die Gemeindevertretun Lütjesee war mit am  Start.
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Jeweils vier Mannschaften pro Rennen wetteiferten auf dem Lütjensee. Auch die Gemeindevertretun Lütjesee war mit am Start.

Lions Club Hahnheide hat das spannende Benefiz-Drachenbootrennen auf dem Lütjensee organisiert, das mehr als 11000 Euro erbringt

shz.de von
23. Juni 2014, 06:00 Uhr

Schon von Weitem sind die Trommelschläge auf den Booten und die anfeuernden Rufe der Zuschauer zu hören. Diese rhythmische Regatta startet beim Restaurant „Fischerklause“ auf dem Lütjensee. „Etwa 700 Zuschauer sind zum Drachenbootrennen gekommen“, schätzt Regattaleiter Wilhelm von Eicken am vergangenen Sonnabend. Mit seinem Team vom Lions Club Hahnheide hat er das Rennen auf dem Lütjensee organisiert. Und wie es sich für einen Service-Club gehört, wird der Erlös für einen guten Zweck gespendet.

Doch zuvor treten 16 Mannschaften zur Regatta an. Eine Versicherung ist dabei, die Gemeindevertretung Lütjensee, zwei Gymnasien und die Vorjahressieger Südstormarner Rowdys. Auch zwei Mannschaften der Sponsoren treten an. Das Autohaus Herbert Mühle bietet auch einen Shuttle-Service zum Austragungsort an. Eine gute Idee, denn ringsum sind in weitem Umkreis alle Parkplätze belegt.

Und der Baumaschinenverleih Stock aus Siek schickt ebenfalls Mitarbeiter ins Rennen. Er hat auch die Drachenboote und die Pontons zum Anlegen aus Lübeck zum See transportiert. Die Familien Albrecht und Retter sind als Gastronomen der „Fischerklause“ und als Eigentümer des Sees buchstäblich mit im Boot.

Einem Drachenboot aus den Zeiten der Wikinger ähnelt nur der Rumpf der Boote, die pfeilschnell über den 200 Meter langen Parcours bis zur Ziel-Boje sausen. Der Drachenkopf am Bug fehlt. Jedes ist mit 16 Aktiver besetzt, dazu kommt ein Taktgeber mit der Trommel. Die vier Sieger der ersten Runden gehen ins Finale, bei dem die schnellste Rudermannschaft gewinnt.

Am Ende siegen wiederum die Südstormarn Rowdys und nehmen den Wanderpokal erneut mit. Auf dem zweiten Platz landet das Team vom Pflegeheim am See. Sollten sie auch im kommenden Jahr gewinnen, dürfen sie den historischen Pokal behalten. Er wurde im Jahr 1900 gestiftet. In Wirklichkeit sind diese Sportler natürlich keine Rowdys, sie toben sich lieber mit dem Paddel aus. Zwei Tage lang hatten die Mannschaften im Vorfeld trainiert.
„Etwa 11 200 Euro bleiben am Ende als Erlös aus unserer Veranstaltung übrig“, schätzt Lions-Präsident Stefan Jacobsen. Im Wesentlichen wird dieser Überschuss aus den Startgeldern erwirtschaftet. Mit diesem Betrag unterstützen die Lions jetzt zu gleichen Teilen die Stiftung „See You“, die schwerkranke Patienten, ihre Eltern und Angehörigen im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift betreut. In etwa der gleiche Betrag wird zudem für soziale Projekte in der Region verwendet. Unter anderem erhält die Kita „Lütje Lüüd“ in Lütjensee davon ein neues Spielhaus.
Es ist eine tolle Gemeinschaftssache, bei sozialen Problemen gemeinsam zu helfen“, sagt Jacobsen. Damit werde die Lücke gefüllt, wo die Unterstützung durch den Staat ende. Im vergangenen Jahr wurden dafür mit weiteren Aktionen insgesamt etwa 20 000 Euro aufgebracht.




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