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Ahrensburg : Wie viele Netzkabel braucht die Woldenhorn-Schule?

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Weil Vorgaben des Datenschutzes gelockert wurden, kann die Maßnahme jetzt deutlich günstiger werden.

Erst drohte eine Verdreifachung der Kosten, jetzt soll die Verkabelung der Woldenhorn-Schule doch deutlich günstiger werden. Zunächst ging es nur um die Erneuerung des Telefonnetzes, für die der Kreis als Schulträger 35  000 Euro im Haushalt veranschlagt hatte. Da die Schule einen Glasfaseranschluss bekommt, hatte man aber darum gebeten, auch neue Netzwerkkabel zu legen, da das vorhandene Netz den höheren Anforderungen nicht mehr genüge.

Den reinen Glasfaseranschluss zahlt das Land, dass die Verkabelung alleinige Sache des Schulträgers ist, bekam der Kreis aber erst auf Nachfrage heraus. Auch wenn man dem Wunsch der Schule nachkommen wollte, waren deshalb auch noch keine Kosten in den Haushalt übernommen worden.

Aus einem Kabel wurden wegen unterschiedlicher Zuständigkeiten und Datenschutzgründen aber alsbald bis zu vier. Das Intranet des Landes und das pädagogische Netz für die Schulen sollten ebenso physikalisch getrennt werden wie das Telefonnetz und das Intranet des Kreises. Zumindest wurde das als Vorgabe des IT-Verbunds Stormarns kommuniziert, der für das pädagogische Netz nicht zuständig ist und auf seinem Netz keine fremden Datenströme wolle.

Auch wenn man alle Kabel auf einmal legen wollte, ging die Kostenschätzung auf über 100  000 Euro hoch, da auch für physikalisch getrennte Netze alle Komponenten doppelt und dreifach vorhanden sein müssten. Davon ist jetzt keine Rede mehr. „Die Vorgaben des Datenschutzes sind gelockert worden“, sagt Isa Brüggemann-Bornhöft, technische Leiterin beim ITV. Eine Leitung in der Wand würde reichen, über die auch die IP-Telefone laufen.

Die Intranet-Daten und das pädagogische Netzwerk würden ohnehin verschlüsselt gesendet und auch bei physikalisch getrennten Netzen in der Schule würden sie auf dem Glasfaserleiter wieder parallel laufen. Kreisbauamtsleiter Klaus Kucinski freut sich über die Wendung: „Dann müssten wir ja deutlich sparen. Ich gehe von bis zu 50  000 Euro aus.“

Bislang sollten die zusätzlichen Mittel aus dem Ansatz zur Erneuerung der gepflasterten Parkflächen vor Gebäude D der Beruflichen Schule Ahrensburg genommen werden. Nun könnte dieser Ansatz bleiben, auch wenn die Mittel in diesem Jahr nicht mehr gebraucht werden. Im Baugenehmigungsverfahren für die Erweiterung der Beruflichen Schule hat die Stadt Ahrensburg hat die Stellplatzsituation gerügt und gefordert, dass der Kreis zusätzliche Parkplätze schafft, zum Beispiel durch den Bau einer Parkpalette. Dafür würden die 80  000 Euro ohnehin nicht reichen.

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erstellt am 01.Aug.2017 | 06:00 Uhr

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