zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

24. August 2017 | 00:11 Uhr

Wie viel Wohnraum braucht Ahrensburg?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Planungsausschuss will morgen richtungsweisende Vorentwürfe beschließen

Die Frage, wie viel Wohnungen in den nächsten Jahren gebraucht werden und gebaut werden können, beantworten Verwaltung und CDU völlig unterschiedlich. Der Bau- und Planungsausschuss will in seiner Sitzung am morgigen Mittwoch die Vorentwürfe für den Landschafts- und den Flächennutzungsplan beschließen, die dann in die Stellungnahme gehen und noch mal öffentlich vorgestellt werden.

Der rechnerische Bedarf in den nächsten zehn Jahren liegt bei 2000 Wohneinheiten. Da es in der Stadt kaum Umnutzungs- oder zusammenhängende Flächen für Wohnungsbau gebe und Außenentwicklung nur auf Flächen mit geringer Naturschutzbedeutung gewollt sei, „werden die Zielzahlen des ISEK nicht erreicht“, erläutert Bürgermeister Michael Sarach in der Sitzungsvorlage. Die CDU spricht zwar von 2600 Wohnungen, nimmt als Ausgangsjahr aber 2007, und danach sei mit 1265 Wohneinheiten schon jetzt die Hälfte erreicht. Mit Manhagener Allee (ehemalige Klinik), Lindenhof, den VW- und Opel-Häusern, Rohrbogenwerk und Reitbahn seien weitere 350 Wohnungen „in der Pipeline“. Durch die im Entwurf vorgeschlagenen Baugebiete westlich Großhansdorf, in Kastanienalle, Ginsterweg, Star- und Spechtweg sowie durch Nachverdichtung kämen weitere 1100 Wohneinheiten zustande, so dass man das ISEK-Ziel sogar übertreffen könne.

Mit der Argumentation begründet die CDU auch ihre Änderungsanträge zum F-Plan, an bestimmten Stellen keine oder weniger Bebauung auszuweisen. Konkret nennen die Christdemokraten den Erlenhof Nord, die Flächen nördlich Gartenholz sowie den Rosenweg. Und der Stormarnplatz müsse Sport- und Freizeitfläche bleiben, ebenso das Kleingartengelände im Reeshoop. Eine gemischte, statt einer reinen Wohnbebauung wollen die Christdemokraten für den Lindenhof und die Alte Reitbahn. Im Spechtweg will die CDU lediglich eine Straßenrandbebauung, schlägt die aber auch für den Vogelsang vor.

Bezahlbaren Wohnraum für Familien will die CDU dagegen in der Bogenstraße sowie in der Kastanienallee und am Helgolandring schaffen. Die beiden letztgenannten Grundstücke waren für eine anderweitige Bebauung (Krankenhaus, Schule) vorgesehen und befinden sich im Eigentum der Stadt. Kommunale Planungshoheit in Kombination mit der Lage der Grundstücke seien bestmögliche Voraussetzungen, um dort bezahlbaren Wohnraum zu realisieren, erläutert Fraktionsvorsitzender Tobias Koch: „Alle drei Flächen waren bereits imAusschuss. Aus unerklärlichen Gründen haben die Beratungen trotz positiver Signale für eine Bebauung bislang zu keinen Entwicklungen geführt.“

In der Bogenstraße ist eine gewerbliche Nutzung bislang nicht zustande gekommen. Mit seiner Lage in Bahnhofsnähe und angrenzend zur Wohnbebauung in der Bogenstraße und der Kirschplantage sei das in Privatbesitz befindliche Grundstück ebenfalls für eine wohnbauliche Nutzung geeignet.

Das Hauptaugenmerk sollte bei allen drei Gebieten auf junge Familien gerichtet werden. Eine Kombination mit Wohnraum für Studenten, Auszubildende und Senioren könne im Zuge eines generationenübergreifenden Projekts eine interessante Bereicherung sein.

Das Potenzial auf den drei Grundstücken schätzt die CDU auf deutlich mehr als 100 Wohneinheiten.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Nov.2014 | 15:12 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen