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Wie Toiletten Bausteine für gesunde Entwicklung sind

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Expertin berichtet beim Interkulturellen Gesprächskreis über ihre Erfahrungen und Erfolge berichten

Ahrensburg | Dr. Claudia Wendland vom Umwelt- und Frauennetzwerk WECF ist zu Gast beim nächsten Interkulturellen Gesprächskreis am kommenden Mittwoch, 7. August.

Der Verein "Women in Europe for a Common Future" ist ein Netzwerk von Umwelt- und Frauenorganisationen in West- und Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien, das sich für Gesundheit, Umwelt, eine nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung einsetzt. WECF entstand 1992 nach dem UN-Gipfel für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro. Einander zu unterstützen und voneinander zu lernen steht im Vordergrund. Mit 150 Partnerorganisationen und aufgrund ihres UN-Status bringt WECF auf wichtigen internationalen Konferenzen seine fast 15-jährige Erfahrung aus Projekten und Lobbyarbeit in politische Entscheidungsprozesse ein.

Die Ahrensburger Ingenieurin Dr. Claudia Wendland ist Expertin für Abwassersysteme und führt im Auftrag von WECF Umweltprojekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor allem im ländlichen Raum durch, von denen Frauen und Mädchen oft in besonderem Maße profitieren. Beispiele dafür sind die Einführung von Trockentrenntoiletten, die - ähnlich wie Komposttoiletten - ohne Wasserspülung funktionieren und daher für Gegenden geeignet sind, die über keine verlässliche Wasserversorgung verfügen. Oder die Umsetzung von Trinkwassersicherheitskonzepten in kleinen Gemeinden im Kaukasus und Zentralasien.

Ein Schwerpunkt sind dabei Schulen. Diese Staaten sind zwar keine klassischen Entwicklungsländer, aber im ländlichen Raum sind die Lebensbedingungen im Allgemeinen und die Lernbedingungen an Schulen zum Teil sehr schwierig. Die Einführung von funktionierenden Toiletten ist dort ein sehr wichtiger Baustein für Hygiene und damit unverzichtbarer Bestandteil jeder gesundheitsfördernden Entwicklung. Claudia Wendland wird im Interkulturellen Gesprächskreis am 7. August von ihren Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erfolgen berichten, vom Fingerspitzengefühl, das man angesichts regionaler kultureller Tabus im Umgang mit menschlichen Ausscheidungen braucht. Die Veranstaltung im Haus der VHS beginnt um 19.45 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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