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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 05:43 Uhr

Bargteheide : Wie fing der Hallenboden Feuer?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Feuer in einer Turnhalle im Schulzentrum: Großeinsatz der Feuerwehren unter Atemschutz, aber hoher Sachschaden durch starke Rauchentwicklung.

von
erstellt am 11.Mai.2014 | 11:31 Uhr

Ein Feuer in der Sporthalle der Dietrich Bonhoeffer Realschule hat Sonnabendmorgen einen Großeinsatz ausgelöst und hohen Sachschaden verursacht. Um 5.01 Uhr wurde die Feuerwehr Bargteheide alarmiert. Mitarbeiter einer Reinigungsfirma hatten den Brand in dem aus drei Sporthallen bestehenden Gebäudekomplex am Schulzentrum bemerkt.

Als die Bargteheider dort eintrafen, war die Lage unübersichtlich. Erhebliche Rauchentwicklung und starke Hitze hinderten die Feuerwehrleute daran, die Hallen zu betreten. Da der Brandherd zunächst nicht lokalisiert werden und eine Rauchgasexplosion nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden die Wehren aus Tremsbüttel, Klein Hansdorf/Timmerhorn, Jersbek und Delingsdorf nachalarmiert. Zudem wurde vorsorglich aus Ahrensburg eine zweite Drehleiter angefordert. Zudem rückten die Technische Einsatzleitung (TEL) des Kreises, ein Rettungswagen sowie ein Notarzt an. Insgesamt waren 125 Kräfte auf 21 Lösch- und Hilfsfahrzeugen im Einsatz.

Einsatzleiter Sven-Arne Werner teilte den Gebäudekomplex wegen schlechter Überschaubarkeit in zwei Einsatzabschnitte ein. „Da die drei Hallen durch lange Flure und Gänge miteinander verbunden sind, gestaltete sich die Erkundung wegen der extrem starken Rauchentwicklung schwierig. Die Kameraden unter Atemschutz hatte überhaupt keine Sicht“, sagte Werner.

Der Brandherd konnte schließlich in der Halle B lokalisiert werden. In der Turnhalle – dem kleinsten Gebäude im Schulzentrum

– brannte der Kunststoff-Fußboden auf einer Fläche von etwa 25 Quadratmetern. Im Innern herrschten wegen der starken Rauchentwicklung Temperaturen von über 400 Grad, dichter schwarzer Rauch waberte durch die Räume. Gelöscht wurde mit fünf C-Rohren durch den Haupt- und den Nebeneingang. „Nur durch diesen massiven Innenangriff konnten wir in letzter Minute ein Durchzünden der Flammen und damit wahrscheinlich einen Totalverlust des Gebäudes verhindern“,sagt Wolfgang Schramm, Gemeindewehrführer in Bargteheide. Vorsorglich war bereits ein Löschangriff über das Hallendach vorbereitet worden.

Im Gebäude waren elf Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Nach einer Stunde waren die Flammen gelöscht. Dann musste der 15 Zentimeter starke Hallenboden inklusive Unterkonstruktion aufgenommen werden. Zur Entlüftung des Gebäudekomplex waren sechs Hochleistungs-Aggregate bis in den Vormittag im Einsatz

Durch die starke Rauchentwicklung wurden nicht nur die drei Hallen, sondern auch Geräte-, Umkleide- und Sanitär-Räume schwer in Mitleidenschaft gezogen. „In den nächsten Wochen wird es hier wohl keinen Sport geben“, sagte Bargteheides Bürgermeister Henning Görtz nach einem Rundgang.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist völlig unklar. Die Kripo hat den Brandort beschlagnahmt.

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