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Bargteheide : Wie die neuen Flüchtlinge leben werden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Viele Bürger besichtigen die beiden Wohnmodule Am Krögen, in die Anfang November 40 schutzsuchende Menschen einziehen werden.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Sie sehen wie große Ferienhäuser aus – sind in Kürze aber Lebensmittelpunkt für 40 Flüchtlinge: Die beiden in den Niederlanden hergestellten Module mit Plastikfassade und insgesamt acht Wohnungen konnten gestern Am Krögen besichtigt werden. Dutzende von Einwohnern waren der städtischen Einladung gefolgt, schauten sich um und informierten sich eingehend.

Länglich, praktisch, gut – und komfortabel: Die neue Heimstatt für Flüchtlingsfamilien und Einzelpersonen kann sich sehen lassen. Der Außenbereich ist zwar noch nicht ganz fertig. Aber im Innern sieht alles sehr ansprechend aus. Es gibt vier Wohnungen für jeweils vier Personen (ca. 40 m²) und vier Wohnungen für je sechs Personen (ca. 50 m²). Ausgestattet mit Badezimmer, Gäste-WC, Kinderzimmer, Elternbereich, Ess- und Wohnbereich und Küchenzeile mit zwei Kühlschränken. Die größeren Wohnungen verfügen über ein kleines Kinderzimmer mehr. Zu jedem Wohnmodul – also für 20 Menschen – kommt eine kleine Waschküche mit Waschmaschine und Trockner hinzu. „Gesamtkosten der Module ohne Außenanlagen 480  000 Euro“, so Bürgermeister Dr. Henning Görtz.

„Das Geschirr fehlt noch“, erklärt Flüchtlingskoordinatorin Gabriele Abel interessierten Bürgern. Aber ansonsten sei alles da. Sie freut sich besonders über die Nächstenliebe: „Jeder Flüchtling hat einen Paten.“ Und auch gestern boten weitere Bargteheider Hilfe an.

Die kommt ebenso finanziell von der Stiftung für Bargteheide. Innerhalb von sechs Wochen seien allein knapp 24  000 Euro für die Flüchtlingshilfe gespendet oder gestiftet worden, freut sich Werner Mitsch, der Vorsitzende des Spendenparlaments: „Das läuft grandios.“ Davon würden zirka 4000 Euro allein für Deutsch-Unterricht gebraucht, merkte Mitsch weiter an. „Insgesamt haben wir 34  000 Euro“ – und somit Geld auch für andere Projekte. Der Flüchtlingsstrom bleibt, klar, die Herausforderung schlechthin: Derzeit habe Bargteheide 160 Flüchtlinge, so Görtz. Weitere 50 bis 80 Schutzsuchende werden bis Ende 2015 erwartet. Aber auch die bekommt die Stadt untergebracht. Görtz: „Dann sehen wir weiter.“

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