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Widerstand gegen Mastbetrieb mit 1400 Schweinen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bauer Jörg Elbers hat seinen Hof im Dorf, an einer Stelle, an der er nicht erweitern kann. Deshalb möchte er seinen Betrieb auslagern und um einen Schweinemastbetrieb erweitern, den sein Sohn übernehmen soll, der eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert. Am Wastenfelder Redder besitzt der Landwirt Land und möchte dort einen Mastbetrieb mit bis zu 1400 Schweinen aufbauen. Die Anfrage an die Gemeindevertretung enthielt bereits ein Immissionsgutachten, das besagt, dass alle vorgeschriebenen Werte und Abstände zur Wohnbebauung eingehalten werden. Trotzdem hat die Gemeindevertretung das Einvernehmen im ersten Gang nicht erteilt. „Die Zuwegung muss noch geklärt werden. Der Ausbau des Weges soll nach unserer Meinung der Bauer übernehmen“, sagt Bürgermeister Dieter Schippmann, der grundsätzlich nichts gegen den Betrieb hat. „Da muss man Emotionen rauslassen und ganz nüchtern sehen, dass Herr Elbers als Landwirt privilegiert ist und dort bauen kann, wenn er alle Vorschriften einhält.“ Dafür sei kein B-Plan Verfahren nötig, nur ein Genehmigungsverfahren, in dessen Rahmen sich Bürger äußern können.

Im Dorf regt sich jedoch Widerstand gegen die geplante Schweinemastanlage. Eine Unterschriftenaktion läuft. Auch die CDU ist dagegen. Fraktionsvorsitzender Volker Horl: Wir unterstützen generell die bäuerlichen Betriebe und dem Grunde nach auch die Aussiedlung, sind aber aus ethischen Gründen gegen die Mast.“ Es hätten viele Bürger angerufen, die gegen die Anlage seien und lieber einen Ökobetrieb hätten. Horl ist aber klar, dass die Genehmigung nicht verweigert werden kann, wenn alle Vorschriften eingehalten sind.

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