Westring: Endlich geht es los!

Die innerörtliche Verbindungsstraße (dick eingezeichnet) zwischen B 75 Süd (r. o.) und B 75 Nord (l. o.) ist insgesamt 3530 Meter lang
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Die innerörtliche Verbindungsstraße (dick eingezeichnet) zwischen B 75 Süd (r. o.) und B 75 Nord (l. o.) ist insgesamt 3530 Meter lang

Weniger Lärm, weniger Staus: In naher Zukunft können Anlieger und Autofahrer aufatmen. Für den geplanten Westring steht die Ampel auf Grün. Baustart für den 1. Abschnitt ist im August. Die gesamte gut 3,5 Kilometer lange Trasse wird aber frühestens Ende 2013 fertig gestellt sein.

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09. Januar 2009, 10:18 Uhr

Bargteheide | Zum ersten Mal beschäftigte sich die Stadt Bargteheide 1997 mit dem Thema. Damals wurde eine Umweltverträglichkeitsstudie in Auftrag gegeben. 30 Trassen kamen auf den Prüfstand. Am Ende entschied man sich für den Westring von der B 75 Süd bis zur B 75 Nord, der in wenigen Monaten und lang ersehnt in Angriff genommen wird. Die Vorarbeiten laufen bereits.

Es ist eine wahre Mammutmaßnahme. Denn allein die reinen Bauinvesti-tionen belaufen sich auf 9,5 Millionen Euro. Hinzu kämen die Kosten für den Grunderwerb und für die Planung, erläuterte gestern der Leiter der Bau- und Planungsabteilung, Jürgen Engfer.

Von der gewaltigen Summe entfallen 2,2 Millionen Euro auf den ersten und 800 Meter langen Bauabschnitt: Die B 75 Süd bis zur L 225 (südlich ab Wasserwerk bis zur Alten Landstraße). 2,9 Millionen Euro macht der 2. und 1260 Meter lange Bereich L 225 bis K 56 (Alte Landstraße bis Jersbeker Straße) plus Kreisel aus. Die Jersbeker Straße und auch der Fischbeker Weg sind dann als Gemeindestraßen vorgesehen. Weitere 3,9 Millionen Euro müssen für den 3. und insgesamt 1470 Meter langen Abschnitt K 56 bis Kruthorst/Kruthorst bis B 75 Nord (Höhe Straßenmeisterei) aufgewendet werden. Später folge noch ein Abzweiger zum Fischbeker Weg - B 75 Nord bis zur K 57, erläuterte der Bauamtschef. Der mache weitere zirka 500 000 Euro aus.

Baubeginn für den 1. Abschnitt ist im August, die Fertigstellung ein Jahr später anvisiert. 2011 soll es mit Abschnitt 2 weitergehen, 2012 mit Abschnitt 3. Wenn alles nach Plan laufe, sei das Bauende frühestens Ende 2013 möglich, führte Engfer weiter aus. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme soll auch die seit 1994 geschlossene Eckhorst wieder geöffnet werden - allerdings nicht vor 2011 und nicht als reine Durchgangsstraße.

Von Autofahrern und Anliegern wird der Westring herbeigesehnt: Denn bei täglich 20 000 Fahrzeugen auf der B 75 bleiben Staus natürlich nicht aus. Vom Lärm ganz zu schweigen. Der geht den Anwohner verständlicherweise seit Jahren gehörig auf die Nerven.

Die Umgehungsstraße bringe eine enorme Entlastung für Bargteheide, so Engfer. In Zahlen: Um mehr als 10 000 Fahrzeuge könnte die Innenstadt täglich "befreit" werden. Die Lebensqualität steige spürbar an. Wie sich der Westring indes gewerblich auswirke, müsse man sehen. Der Bauamtschef hofft für die Kreisabschnitte auf Zuschüsse aus Kiel. 60 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten würde dann das Land und 40 Prozent die Stadt übernehmen.

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