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Sehenswertes Kloster Nütschau : Werkschau als Geburtstagsgeschenk

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zum 90. Geburtstag des Künstlers Siegfried Assmann ist im Kloster Nütschau eine Werkschau zu sehe.

Wenn die Sonne durch das Glas des Altars der Kirche des Klosters Nütschau scheint, erstrahlt dieser fast golden. „Es ist das himmlische Jerusalem, das zu sehen ist. Wir Mönche können uns nur bei dem Künstler bedanken, der uns diesen Anblick geschenkt hat“, sagt der Bruder Willibrord. „Dieser Raum bedeutet uns sehr viel. Und dieses Bild zeigt mir, dass ich nicht auf dem Weg nach irgendwo bin, sondern dorthin, an diesen schönen Ort. Wenn ich bei einer Beerdigung bin, stehe ich eben nicht vor dem schwarzen Loch, sondern derjenige ist auf dem Weg dorthin. Das Bild hält das wunderbar fest“, führt er weiter aus.

Der so gelobte Künstler – Siegfried Assmann aus Großhansdorf – erlebt die Huldigung direkt vor Ort. Aus Anlass des 90. Geburtstags präsentiert das Kloster Nütschau eine kleine Werkschau. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich dafür interessieren und gekommen sind“, sagt Assmann. Er selbst will gar nicht sagen, sondern seine Werken sprechen lassen. „Dafür gibt es Kunsthistoriker und andere, die gut im Reden sind. Ich bin nicht der größte Redner, ich habe ja mit dem Bild schon gesprochen. Die Kunst ist meine Sprache, sie spricht für sich“, sagt der rüstige Jubilar. „Ich bin froh und glücklich, dass ich so lange darf“, fügt er an. Die Kapelle des Klosters Nütschau wurde am 10. Januar 1975 feierlich eröffnet. Siegfried Assmann war für die künstlerische Ausgestaltung zuständig. „Ich möchte mich bei meinen Brüdern von damals bedanken, die auf diese Idee gekommen sind, und Sie engagiert haben“, würdigt Bruder Willibrord die Geschehnisse von vor 40 Jahren. „Damals wurde ich gerade 50, jetzt kehre ich mit 90 Jahren hierher zurück. Das ist auch eine schöne Sache“, ist Siegfried Assmann gerührt. Im Gästehaus St. Ansgar ist die Ausstellung zum künstlerischen Schaffen Siegfried Assmanns zu sehen. Erste Glasmalereien hat Siegfried Assmann bereits 1949 entworfen, damals noch als Student. Zwei Jahre später gewinnt er einen öffentlich ausgeschrieben Wettbewerb zur künstlerische Ausgestaltung der Fenster in der Kreuzkirche in Hamburg-Ottensen. In der Folge spezialisiert er sich auf diesen künstlerischen Bereich und zieht in die Waldgemeinde Großhansdorf. In insgesamt 86 Kirchen und anderen religiösen Gebäuden hat Asmann die vielfarbigen Fenster gestaltet. In Nütschau zum Beispiel auch den Altar und die Fenster im „Raum der Stille“.

Viele Entwürfe für Werke Assmanns sind in der aktuellen Ausstellung zu sehen, die bis zum 31. März (Montag bis Sonnabend 9 bis 17 Uhr ) im Haus St. Ansgar geöffnet ist. Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten.  




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erstellt am 02.Feb.2015 | 13:11 Uhr

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