Stormarner Kindertage : Werbung für die Kinderrechte

Daumendrücken für Kinderrechte: Im Rahmen der 15. Stormarner Kindertage fand am Gymnasium Trittau die Aktion „Daumendrücken für Kinderrechte“ statt. Alle Jungen und Mädchen konnten mit einem Daumenabdruck auf einem Riesenplakat dokumentieren, dass sie das Bestehen und die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention unterstützen. Zuvor hatten alle Klassen der Jahrgänge 5 bis 7 zu jeweils einem der 12 Kinderrechte ein Plakat gestaltet. Hier das Plakat der Klasse 5a zum „Recht auf Gleichbehandlung“.
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Daumendrücken für Kinderrechte: Im Rahmen der 15. Stormarner Kindertage fand am Gymnasium Trittau die Aktion „Daumendrücken für Kinderrechte“ statt. Alle Jungen und Mädchen konnten mit einem Daumenabdruck auf einem Riesenplakat dokumentieren, dass sie das Bestehen und die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention unterstützen. Zuvor hatten alle Klassen der Jahrgänge 5 bis 7 zu jeweils einem der 12 Kinderrechte ein Plakat gestaltet. Hier das Plakat der Klasse 5a zum „Recht auf Gleichbehandlung“.

Kinderschutzbund in Stormarn will sich künftig verstärkt um Vormundschaften für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge kümmern.

shz.de von
05. Oktober 2015, 11:22 Uhr

„Backpfeifen“, ausgeteilt vom Kinderschutzbund, ein schwebendes Kind und ganz viel Lob für die Veranstalter: Die Stormarner Kindertage haben mit dem Kinderrechtefest auf dem Europaplatz ein würdiges Ende gefunden. „Wir können die Kindersituation nicht sofort verändern, aber Impulse setzen und Werbung für die Kinderrechte machen“, so Ingo Löding vom Kinderschutzbund. Er lobte die zahlreichen Ausrichter der Veranstaltungen der letzten Wochen sowie die etwa 60 Helfer verschiedener Stormarner Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die ihren Sonntag auf dem Fest verbrachten. An 17 Ständen wurde informiert und gespielt.

Die Kinderrechte wurden auf verschiedene Weise umgesetzt: Das Recht auf gute Ernährung, indem es Obst, „Backpfeifen“ und Popcorn umsonst gab. Die Backpfeifen erinnerten daran, dass Gewalt gegen Kinder nicht erlaubt ist. Hektor, der Gaukler verhalf zumindest einem Kind zu der ihm zustehenden Ruhe: Er ließ ein Kindergartenkind aus der Kita Zauberwald in Grönwohld schweben. Diese Zauberei zeigte er erstmalig und sie kam besonders gut an, nachdem der beliebte Zauberer schon andere Kinderrechte spielerisch erklärt und mit Hilfe der Kindergartenkinder auf die Bühne gezaubert hatte. Hingucker auch die Seifenblasenmaschine, der Stelzenmann, der riesige Seifenblasen machte, die Kinderschmiede, der Drache und die vielen Spielestände, die den Kindern zumindest für diesen Tag das Recht auf Spielen sicherte.

Ingo Löding kündigte an, dass der Kinderschutzbund sich künftig verstärkt um Vormundschaften für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge kümmern wolle. Zudem sei das Thema Gewalt unter Kinder und Jugendlichen und Vorurteile ein Thema, das verstärkt in den Schulen diskutiert werden soll. Nach einer Umfrage halten die Deutschen nur zu 56 Prozent ihr Land für kinderfreundlich. „Wir müssen für mehr Gerechtigkeit sorgen. Kinder müssen geschützt, gefördert und beteiligt werden. Dann steigt auch die Kinderfreundlichkeit“, so Löding.

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