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Wer hat das dringend benötigte Lastenfahrrad entwendet?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fassungslos über den Diebstahl ihres Fahrrads ist Silke Hohn. Das Lastenrad ist eine Spezialkonstruktion, die für ihren Zweitjob als Zustellerin unverzichtbar ist. Seit 13 Jahren sorgt die Bargfeld-Stegenerin dafür, dass Zeitungen, Kataloge und Briefe morgens pünktlich ihre Empfänger erreichen. Unter der Last waren meine früheren Fahrräder regelmäßig zusammengebrochen“, sagt sie. Deshalb hat sie sich vor fünf Jahren für den Kauf dieses auffälligen Lastesels entschieden.
In der Nacht zum vergangenen Mittwoch wurde er vom Grundstück der Familie gestohlen.

Silke Hohn hofft jetzt auf die Aufmerksamkeit unserer Leser, denn das Rad fällt im Aussehen deutlich auf. Zwei große Gepäckträger sind daran vorn und hinten befestigt. Verschwunden sind damit auch eine gelbe Postkiste, eine transparente Kiste und zwei blaue Packtaschen.

Fast noch ärgerlicher ist für Nachbarin Regina Franck, dass zugleich auch das Holland-Rad ihrer Tochter entwendet wurde, das sie auf dem Grundstück der Familie Hohn abgestellt war. „Wir haben es erst im Sommer gekauft“, sagt sie. Das schwarze 28er Rad des Herstellers Ortler hat einen ausladenden Lenker, an dem eine Sonnenblume befestigt war. Auffallend sind auch die beigen Reifen. Für Hinweise die zum Auffinden des Rads führen, hat die Familie eine Belohnung von 50 Euro ausgesetzt. Sie können auch anonym mit unterdrückter Nummer abgegeben werden unter 0174- 5414086.

Die Polizei ermittelt in dem Fall. Sie entdeckte hinter dem Spielplatz am Ende der Straße Op’n Barg noch die Zustelllisten von Silke Hohn, die dort von den Dieben weggeworfen wurden. Das Grundstück der Familie grenzt an das Gelände des Spielplatzes. „Die Räder wurden wohl über den Waldweg abtransportiert“, vermutet sie. Dieser schlecht beleuchtete Weg sei dafür ideal.

Am Ende der Wohnstraße habe sie sich bisher sicher gefühlt. Die Räder waren hinter den Autos der Familie abgestellt und nicht abgeschlossen. „Sie müssen über die Autos hinweg gehoben worden sein, denn es ist sehr eng dort“, vermutet Silke Hohn. Vermutlich seien die Diebe nachts zwischen 1 und 3 Uhr gekommen, denn bald darauf startet sie mit ihrer morgendlichen Zustelltour. Etwa drei Stunden braucht sie dafür. Das Sicherheitsgefühl in einem beschaulichen Dorf zu leben, hat sie verloren. Dazu trage auch das nächtliche Ausschalten der Straßenbeleuchtung bei.
Silke Hohn hofft, dass sich das Rad wieder anfindet. „Geld für einen Neukauf habe ich nicht.“ Solange trägt sie jetzt mit dem Auto aus, was wegen eines Hüftleidens nicht einfach ist: „70-mal aus- und einsteigen bei einer Tour, das belastet.“ Die hauptberufliche Mediengestalterin liebt ihren Zweitjob: „Ich sitze den ganzen Tag im Büro, da ist das Austragen idealer Ausgleich für mich.“ Silke Hohn möchte auch andere Fahrradbesitzer warnen: „Man sollte sie immer anschließen, am besten an einen festen Gegenstand.“



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