zur Navigation springen

Stormarner Wochenschau : Wer hätte das schon gedacht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Finanzausgleichs-Vorschlag schockt Stormarns Politiker, Verkehrs-Prognose zum Famila-Umzug überrascht Ahrensburgs Politiker und in Bad Oldesloes Ausschüssen gibt es nicht nur Rauchpausen.

griechisches Prinzip

„Entsetzen“ war die häufigste Vokabel, wenn man Politiker aus Stormarn in dieser Woche nach dem Finanzausgleich fragte. Innenminister Andreas Breitner hatte Zahlen vorgelegt, wie sich seine Reform auswirken würde. Und das wäre für Stormarn tatsächlich entsetzlich. Fast zehn Millionen weniger für den Kreis und sogar die Kommunen, die eigentlich mehr bekommen sollten, würden in Stormarn mit fast 2,7 Millionen Euro zusätzlich belastet. Allein Ahrensburg soll fast eine Million mehr zahlen. Und vielleicht noch mal so viel, wenn der Kreis die Umlage für die Kommunen erhöhen muss. Klare Gewinner der Reform sind die kreisfreien Städte, die laut Gutachten besser ausgestattet werden müssen. Dass bislang die Kreise besser ausgestattet waren, wie die Gutachter sagen, kann allerdings auch nicht sein: Sechs der elf Kreise hängen bereits am Tropf des Landes. Die kreisfreien Städte zugegebenermaßen auch. Dass sie grundsätzlich besser ausgestattet werden müssen, sehen sogar einige CDU-Politiker so. Die FAG-Reform macht allerdings weniger die Aufgaben, sondern eher die Ausgaben zu Maßstab. Auf Deutsch: Wer ordentlich ausgegeben und wenig eingenommen hat, wird belohnt. Dieses „griechische Prinzip“ stößt auch Sozialdemokraten sauer auf. Man muss also kein Prophet sein, um Minister Breitner lange und harte Debatten vorauszusagen. Und man darf sicher sein, dass Stormarns Landrat Klaus Plöger schon dabei ist, Truppen um sich zu scharen.

Neue Chance

Wenn ein Thema immer wieder auftaucht und einfach nicht totzukriegen ist, liegt es vielleicht daran, dass das Problem ungelöst ist. In Ahrensburg hat die Politik zwei mal in letzter Minute fertige Pläne für eine Nordtangente in der Versenkung verschwinden lassen. Nun wird der Erlenhof erschlossen, Beimoor-Süd läuft langsam voll, und Famila, Aldi und andere wollen ebenfalls aus der Sackgasse in den Kornkamp-Süd verlagern. Dass ausgerechnet ein Umzug vorhandener Geschäfte in derselben Straße der Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen und damit den Verkehr zum Stillstand bringt, klingt irgendwie nicht logisch. Und dass nur die Nordtangente das Verkehrschaos verhindern kann, klingt ebenfalls nicht neu. Trotzdem ist die Situation anders. Eine Trassenführung über das jetzige Famila-Gelände könnte konsensfähig sein. Und Ahrensburg eine neue Chance bieten, das Dauerthema doch noch in Frieden zu beerdigen.

Qualmende Köpfe

Wer ein mal pausiert, dem traut man nicht, könnte man nach dem Oldesloer Sozialausschuss sagen. Bekanntlich hatte die CDU vergangenen Monat moniert, dass die Sitzung so oft unterbrochen werde – für Raucherpausen. Darauf hatte der neue Vorsitzende Wolfgang Schmidt (FBO) gekonntert, dass er dieses Recht laut Satzung habe. Punkt. Thema durch könnte man meinen. Aber so ganz ist es das offensichlich noch nicht. Diesmal bat Annika Dietel (SPD) um Sitzungsunterbrechung. „Wir wollen ja nicht rauchen“, argumentierte sie, es musste ein Antrag ausformuliert werden. „Keine Spitzen bitte“, verbat sich Wolfgang Schmidt schmunzelnd: Ich will auch nicht rauchen, ich gehe auf die Toilette.“ Hoffentlich löst da nicht irgendwann mal der Rauchmelder aus.

Behütet

Rums, bums kam da ein Scheinwerferteil von der Decke der Oldesloer Festhalle. Gott sei Dank wurde niemand getroffen. Betroffen ist aber die Oldesloer Bühne, deren Aufführungstermine vorerst auf der Kippe stehen. Solange eine Fachfirma den Saal nicht wieder frei gibt, bleiben Tür und Vorhang zu. Auch die Politik könnte das treffen. Aber vielleicht werden zur nächsten Stadtverordnetenversammlung ja Schutzhelme verteilt.
zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen