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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 05:41 Uhr

Stormarn : Wer Bahn fährt, kann was erzählen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wenn plötzlich mal ein Lokführer fehlt oder Ersatzwaggons aus NRW heran rollen müssen

von
erstellt am 30.Dez.2016 | 06:00 Uhr

Inhaber von HVV-Jahreskarten erleben so manches auf der Strecke Hamburg - Bad Oldesloe. Und manchmal ist es so ungewöhnlich, dass sie es auch gerne mit anderen teilen. Wie L. K. aus Bad Oldesloe, der am Mittwoch, 28. Dezember, mit dem Regionalexpress um 13.04 Uhr vom Hauptbahnhof nach Hause fahren wollte.

Um 13.10 Uhr hörte er die Durchsage „Verzögerung der Abfahrt aus betrieblichen Gründen“. Die, sagt L. K. sei auf der Strecke Hamburg - Lübeck wohl bekannt. Ebenso unerwartet wie ungewöhnlich gab es dieses Mal auch eine Erklärung für die Fahrgäste: Wir können noch nicht losfahren, wir haben noch keinen Lokführer.

Das führte weniger zu Gemurre oder gar Protesten, sondern zu einzelnen Lachern und Gesprächen im Abteil. Das wäre doch was für Loriot, hieß es. Und dass die Bahm doch etwas tue. Da ihr Waggons fehlten, würde sie sich welche aus anderen Bundesländern leihen, etwa aus Nordrhein-Westfalen.

13.14 Uhr, mit sechs Minuten Verspätung, fährt dann der Regionalzug RB 81 nach Ahrensburg ab. Der deutlich schnellere Regionalexpress wartet immer noch auf einen Lokführer, als einige Fahrgäste meinen, den Mann gesehen zu haben, als er zum Zugführerstand ging.

Tatsächlich setzt sich der RE 8 dann um 13.21 Uhr in Bewegung und kommt mit nur 16-minütiger Verspätung in Bad Oldesloe an. Auch wenn es für die Umsteiger Richtung Bad Segeberg zu spät ist, die nun bis 14.37 warten müssen.

K. L. hätte eigentlich auch auf dem Bahnhof bleiben können, denn es hatten sich Gäste aus Lübeck angesagt, die mit dem Regionalexpress um 15 Uhr in Oldesloe eintreffen wollten. Die meldeten aber Verspätung an: Der Zug fiele aus. So steht es auch auf der Anzeigetafel. „So weit so schlecht bei allen Vorzügen des Bahnfahrens im Vergleich zum Individualverkehr“, schreibt K. L.

Und was sagt die Bahn dazu? Der Zug aus der Gegenrichtung sei verspätet in Hamburg gewesen und habe von dem Lokführer übernommen werden müssen, deshalb die 15 Minuten Wartezeit, so Egbert Meyer-Lovis aus der Pressestelle. Und der Regionalexpress aus Lübeck habe ausfallen müssen, weil es eine technische Störung an der Lok gab.

Dass Waggons aus anderen Bundesländern eingesetzt wurden, liege an der Nord-Ostsee-Bahn und der Sylt-Strecke. Im November hatte die NOB alle Wagen außer Betrieb genommen. Die Bahn, die die Sylt-Strecke im Dezember übernahm, habe erstmal ausgeholfen.

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