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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 03:33 Uhr

Wenn keine Heilung mehr zu erwarten ist

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neues Palliative Care Team widmet sich im St. Adolf-Stift den Patienten

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2014 | 00:33 Uhr

Im September wurde im St. Adolf-Stift begonnen, ein Palliative Care Team mit einer eigenen Koordinatorin aufzubauen unter Leitung von Chefarzt Privatdozent Dr. Thorsten Krause und Oberarzt Gunnar Lankenau.

„Aufgabe eines Palliative Care Teams ist es, bei Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung, die Lebensqualität und das Wohlbefinden so gut es geht zu steigern und zu stabilisieren“, erklärt Lankenau als verantwortlicher Arzt des Palliative Care Teams. „Dazu gehört neben der Linderung von belastenden körperlichen Symptomen wie Schmerzen, Luftnot und Übelkeit auch gleichwertig die Linderung von psycho-sozialen und spirituellen Belastungen.“ Darum setze sich das Team aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen. In Reinbek sind es drei Palliativmediziner, eine examinierte Krankenschwester, die gleichzeitig die Koordinatorin ist, zwei Physiotherapeuten, vier Sozialdienstmitarbeiterinnen, zwei Seelsorger sowie eine Psychoonkologin.

Lothar Obst, Geschäftsführer des Krankenhauses Reinbek: „Die Bedeutung palliativmedizinischer Therapieangebote steigt.Unsere multiprofessionelle palliativmedizinische Betreuung richtet sich aber auch an andere chronisch fortgeschritten erkrankte internistische, neurologische und chirurgische Patienten, für die keine Heilung mehr zu erwarten ist.“

Dr. Thorsten Krause, Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, in dessen Abteilung das Projekt angesiedelt ist: „Die Überlebenszeiten nach der Erstdiagnose einer Tumorerkrankungen haben sich aufgrund einer besseren medizinischen Versorgung in den letzten Jahren verlängert. Damit verlängert sich in gleichem Maße die palliative Phase der Erkrankungen. Diese Phase wollen wir mit unserem Team so gut wie möglich für Patienten und Angehörigen gestalten.“

Die Koordination der Gespräche mit den Patienten und Angehörigen sowie der Behandlungen und Maßnahmen liegt in den Händen der im September neu eingestellten Palliative Care Koordinatorin Gabi Hannemann. Pflegedirektor Martin Klein: „Neu ist, dass die Verantwortung für die Organisation der Maßnahmen nicht mehr auf verschiedene Personen verteilt ist und vor allem, dass den Patienten und Angehörigen eine Ansprechpartnerin zur Seite steht, die sie ganz individuell begleitet, und die ebenfalls im engen Kontakt zu den Kollegen im Haus steht, so dass Veränderungen strukturiert erfasst und die richtigen Maßnahmen schnell ergriffen werden können“, so Martin Klein.





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