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Suche nach Kompromiss : Wenn die Weihnachtssterne nicht mehr leuchten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nachdem die Stadtverordneten eine Kostenübernahme für das Anbringen ablehnten, wollen Bürgermeister Michael Sarach und Stadtforums-Vorsitzender Götz Westphal heute nach einem Kompromiss suchen.

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erstellt am 30.Okt.2013 | 18:28 Uhr

Ahrensburg ohne Weihnachtsbeleuchtung: Das würde man auch im Rathaus nicht gerne sehen. Heute wollen Bürgermeister Michael Sarach und Stadtforums-Vorsitzender Götz Westphal versuchen, die Kuh noch irgendwie vom Eis zu kriegen. In den vergangenen zwölf Monaten war das nicht gelungen, nach dem Beschluss der Stadtverordneten stellt sich die Situation aber anders dar als 2012.

Für den Antrag, dass die Stadt wieder die Kosten für die Montage der Weihnachtssterne übernimmt, hatte die CDU am Montagabend keine Mehrheit bekommen (wir berichteten).

An den Beschluss sei er gebunden, sagte Michael Sarach am Tag nach der Sitzung: „Die Stadt trägt bereits die Kosten für Strom, Installationen und den Weihnachtsbaum auf dem Rondeel.“ Götz Westphal. Vorsitzender des Stadtforums, sieht das anders: „Wir hätten die Aktion gar nicht angefangen, wenn uns der Bürgermeister nicht zugesagt hätte, dass die Stadt die Kosten für Auf- und Abbau übernimmt.“

2011 war „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ fast euphorisch angegangen worden. Weil die alte Adventsbeleuchtung abgängig war, schaffte das Stadtforum die Weihnachtssterne an, die für 350 Euro an Sponsoren „verkauft“ wurden. Fünf Jahre sollte dafür der Stern mit ihren Namensschild leuchten.

Allerdings stand die Aktion unter keinem besonders guten Stern. Die Stromanschlüsse passten nicht zueinander, und die Laternenmasten in der Großen Straße sind so empfindlich, dass sie einen Schutz für das Anbringen der Sterne benötigen. Das machte das Aufhängen teuer. 40 000 Euro kostete der Spaß, Geld das die Stadtverordneten „dankenswerterweise“ bereitstellten. In diesem Jahr, in dem die technischen Voraussetzungen gegeben und die Kosten nur halb so hoch sein sollten, verweigerten sie das allerdings.

20 000 Euro – die Summe ist in Westphals Augen ohnehin viel zu hoch gegriffen: „Nach Aussagen von Michael Sarach im Ausschuss kostete es 2011 rund 19 000 und 2012 rund 16 000 Euro. Wir haben für das Aufstellen der 60 Sterne an Pfählen nur 3500 Euro gezahlt. 100 Sterne dürften eigentlich nicht mehr als 8000 Euro kosten.“

Aufklärung hatte er sich im Bildungs- und Kulturausschuss erhofft, da gibt es nach dem Stadtverordnetenbeschluss aber nichts mehr zu entscheiden. Und was geschieht, wenn Sarach und Westphal keine Lösung finden? „Das Stadtforum ist Eigentümer der 160 Sterne und muss sich darum kümmern“, sagt Sarach. „Wir sind die Besitzer, aber Eigentümer sind die Sponsoren“, sagt Westphal, „an die werden wir die Sterne zurückgeben.“

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