Bad Oldesloe : Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Dr. Frank Hennersdorf im Herzkatheterlabor der Asklepios-Klinik.
Dr. Frank Hennersdorf im Herzkatheterlabor der Asklepios-Klinik.

Wie kann man sich vor Vorhofflimmern schützen?

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12. November 2018, 11:08 Uhr

Über 1,8 Millionen Menschen in Deutschland haben Vorhofflimmern und mit dem Alter steigt das Risiko besonders. Bei den über 60-Jährigen liegt die Häufigkeit bei rund fünf Prozent, bei über 80-Jährigen sind es bis zu 15 Prozent. Vorhofflimmern verursacht mehr als 35 000 Schlaganfälle pro Jahr in Deutschland. Daher informiert das Gesundheitsforum von Asklepios- Klinik Bad Oldesloe und Stormarner Tageblatt am morgigen Mittwoch ab 19 Uhr im Bürgerhaus (Mühlenstraße 23) über die Volkskrankheit im Rahmen der bundesweiten Herzwochen.

Referent Dr. Frank Hennersdorf ist seit drei Jahren Chefarzt der Kardiologie in der Asklepios-Klinik Bad Oldesloe und berichtet über Ursachen, Symptome und medizinische Maßnahmen, die vor Herzschwäche und Schlaganfall schützen. „Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, bei der viele Betroffene einen unregelmäßigen Herzschlag spüren. Bleibt das Vorhofflimmern unbemerkt und unbehandelt, kann das lebensbedrohlich für Herz und Gehirn werden und zum Schlaganfall führen. Um das zu verhindern, muss Vorhofflimmern frühzeitig vom Arzt diagnostiziert und behandelt werden“, so der Herzexperte, der auch am Deutschen Herzzentrum in Berlin gearbeitet hat. Aufgabe des Kardiologen ist es, mit Untersuchungen die Ursachen des Vorhofflimmerns zu erkennen und zu behandeln. Bei rund 70 Prozent aller Patienten mit Vorhofflimmern liegt Bluthochdruck vor. Ursachen können auch koronare Herzkrankheit, Herzschwäche, Übergewicht, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sein. Diese Grundkrankheiten müssen konsequent mit Medikamenten und einem gesunden Lebensstil behandelt werden: Mit Ausdauertraining je 20 bis 30 Minuten drei bis fünf Mal die Woche, Abnehmen bei Übergewicht, gesunder Ernährung und Rauchverzicht.

In seinem Vortrag gibt Dr. Hennersdorf Tipps, wie man sich vor Vorhofflimmern schützen kann. Erst im Mai hat das Oldesloer Krankenhaus ein neues Herzkatheterlabor in Betrieb genommen.

Im Anschluss an den Vortrag können Besucher Fragen stellen. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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