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Bargteheide : Weniger Parkplätze wegen Budenzauber

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Aufregung in Bargteheide wegen vermeintlichem „Behördenirrsinn“. Einige Parkbuchten in der Rathausstraße sind gesperrt.

Kopfschüttelnd gehen Passanten an den gesperrten Parkplätzen am kleinen Weihnachtsmarkt in der Bargteheider Rathausstraße vorbei. „Blödsinn“, sagt einer, seine Begleiterin spricht von „Behördenirrsinn“. Sie hätten wegen der Sperrungen keinen Parkplatz „in der Nähe der Geschäfte“ gefunden. Mit dieser Meinung sind die beiden Bargteheider nicht alleine. In den sozialen Netzwerken wird ausführlich über einen vermeintlichen „Schildbürgerstreich“ diskutiert und geschimpft.

Hauptsächlich wird als Argument angeführt, dass ja schließlich keine der Buden auf dem Parkplatz stehen würde und dass in der Vorweihnachtszeit jeder Parkplatz in der Rathausstraße gebraucht werde. Die Kaufleute seien daher sicher stocksauer, sind sich die Beschwerdeführer sicher.

Doch hört man sich um, ist dem gar nicht so. Ganz im Gegenteil, denn die Kaufleute sind direkt in die ehrenamtliche Organisation des Markts des Rings Bargteheider Kaufleute (RBK) eingebunden. „Es ist egal was ist, gemeckert wird ja immer. Manche Kunden möchten halt am liebsten das Geschäft fahren“, sagt einer der Kaufleute. Wenn man einen Weihnachtsmarkt möchte, müsse man halt auch kleine Einschränkungen hinnehmen. „Uns stört das nicht. Es gibt ja einen triftigen Grund“, erklärt Lutz Herberg, Inhaber der Bargteheider Buchhandlung. „Direkt hinter den Buden des Marktes verläuft ein Radweg. Da dort – wenn der Weihnachtsmarkt geöffnet ist – auch Menschen stehen und Radfahrer eventuell ausweichen müssen, könnten mögliche Kollisionen nicht verhindert werden“, so Herberg, der auch im Ring Bargteheider Kaufleute aktiv ist. „Allen kann man es nicht Recht machen“, fügt er an.

Der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus ist in diesem Jahr ein wenig gewachsen. Das geschah auf Wunsch vieler Bürger, verriet RBK-Sprecherin Tanja Wilke vor einigen Wochen. Ehrenamtlicher Organisator ist in diesem Jahr Wolfgang Sarau. „Die Kaufleute sine eine wichtige Säule dieses Ereignisses“, betonte Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht bei der Eröffnung.

Die Annahme der erbosten Mitbürger, dass ausgerechnet die Kaufleute über die gesperrten Parkplätze nun sauer sein würden, entbehrt im Endeffekt also jeglicher Grundlage.  

 

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