zur Navigation springen

Zurück : Weltenbummler Leo Seiler: unbeschwert und motiviert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Defensivspieler Leo Seiler ist nach seinem fünfmonatigen Auslandsaufenthalt zurück im Training von Fußball-Regionalligist SV Eichede. Der 20-Jährige hofft nun darauf, den Stormarnern im Abstiegskampf helfen zu können.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Fünf Monate lang beobachtete er das Geschehen aus der Ferne. Genauer: Aus 14 000 Kilometern Entfernung litt und zitterte Leo Seiler am anderen Ende der Welt mit seinem SV Eichede. Regelmäßig informierte sich der Defensivallrounder in Australien über die Ergebnisse seines Teams in der Fußball-Regionalliga. So viel Zeit musste bei seinem Work-and-travel-Abenteuer stets sein, das ihn von November 2013 bis März dieses Jahres auf den fünften Kontinent verschlagen hatte. Nach einem abschließenden vierwöchigen Aufenthalt in Thailand ist der 20-Jährige mittlerweile zurück in Stormarn – und gibt zu, dass er von dem Willkommensgeschenk seiner Teamkollegen in Form von Regionalliga-Punkten nicht unbedingt zufrieden ist. „Mit dem einen oder anderen Sieg hatte ich schon gerechnet“, erklärt Seiler vor dem Heimspiel gegen den Tabellendritten Goslarer SC am Sonnabend (14 Uhr) im Ernst-Wagener-Stadion – die Stormarner indes sind seit 16 Spielen ohne Sieg und auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht.

Seiler könnte gegen die Niedersachsen bereits wieder in den Regionalliga-Kader der Steinburger rutschen. Seit Montag steht der Defensivspieler wieder voll im Mannschaftstraining. Zuvor war an einen Einsatz bei der 0:2-Niederlage gegen St. Pauli II am vergangenen Wochenende aufgrund des Jetlags noch nicht zu denken. Seiler aber saß zumindest auf der Tribüne, um sich einen Eindruck von der Entwicklung seit seinem Abflug ans andere Ende der Welt zu machen. Was er sah, stimmte den 20-Jährigen, der bisher zehn Viertligaeinsätze vorweisen kann, nachdenklich. „Wenn ich ehrlich bin, war das eine wenig erbauliche Leistung, die ich da gesehen habe“, erklärte Seiler.

Doch anstatt aufgrund der aktuellen Situation in Lethargie zu verfallen, gibt sich Seiler kämpferisch: „Es hilft ja nichts zu jammern und alles in Frage zustellen. Wir müssen anfangen, endlich zu punkten – egal wie – und nicht nur davon zu reden.“ Seiler selbst hofft auf einen Einsatz am Wochenende – egal in welchem Team. „Falls es für die erste Mannschaft noch nicht reicht, würde ich auch gerne in der SH-Liga wieder Spielpraxis sammeln“, stellt Seiler klar.

Am liebsten wäre ihm natürlich ein Einsatz gegen Goslar. Im Hinspiel – laut Trainer Oliver Zapel damals die „unverdienteste Niederlage“ – stand Seiler auch auf dem Platz. 0:2 hieß es aus Sicht der Stormarner, die damals trotz der Pleite viel positive Eigenwerbung betrieben. Nicht zuletzt auch durch die rund 100 mitgereisten gut gelaunten Fans, die die Altstadt schon einen Tag vor der Partie in Beschlag genommen hatten.

Von der Unbeschwertheit vergangener Tage ist der SVE mittlerweile weit entfernt. Für Leo Seiler aber gilt das nur begrenzt. Er hat nach seinem Urlaubstrip genügend Abstand vom Alltagsgeschäft des SV Eichede gewonnen und geht relativ unbeschwert in die Partie – wenn er denn in der Regionalliga zum Einsatz kommt. Der Defensivspezialist jedenfalls sieht sein Team in einer komfortablen Außenseiterrolle. „Als Schlusslicht hat man ja eigentlich gegen den Tabellendritten nichts zu verlieren. Die Rollen sind klar verteilt. Das ist vielleicht unsere große Chance, für eine Überraschung zu sorgen.“ Es wäre nach fünf Monaten ein Einstand nach Maß für den Weltenbummler.

Anpfiff: Sonnabend, 14 Uhr, im Ernst-Wagener-Stadion.

Schiedsrichter: Daniel Riehl (Bremen).

Nicht dabei: Moritz Hinkelmann (Bänderriss im Sprunggelenk) sowie die Langzeitverletzten Dennis Wagner und Petrik Krajinovic.

Fraglich: Kemo Kranich (Innenbandriss im Knie).

Voraussichtliche Aufstellung des SV Eichede: Barkmann – Fischer, Jan-Ole Rienhoff, Issahaku, Heidenreich – Seiler (Baloki) – Alassani, Koops, Maltzahn, Kossowski – Huseni.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert