Lübeck : Weiterer Schritt nach vorn

Lübecks Neuzugang Ryan Malone (re.) gehörte gegen Schwerin zu den Aktivposten im VfB-Spiel.
Lübecks Neuzugang Ryan Malone (re.) gehörte gegen Schwerin zu den Aktivposten im VfB-Spiel.

Fußball-Regionalligist Lübeck gewinnt Test gegen Schwerin, Coach Landerl ist aber nur bedingt zufrieden.

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04. Juli 2019, 14:38 Uhr

Schwerin | Rolf Landerl schaut genau hin. In der Vorbereitung auf die kommende Saison in der Fußball-Regionalliga herrscht bei dem Coach von Aufstiegsaspirant VfB Lübeck nahezu Perfektion vor. Nichts möchte der Österreicher auf dem Weg zum großen Ziel dem Zufall überlassen – und vor allem nichts schönreden. Und so kritisierte der Trainer der Lübecker nach dem 4:0 (1:0)-Testspielsieg beim mecklenburgischen Verbandsligisten FC Mecklenburg Schwerin zunächst: „In der ersten Hälfte hat mir das noch nicht so gut gefallen“, ehe er wenig überschwänglich bilanzierte: „In der zweiten konnten wir uns aber spielerisch steigern. Das war okay.“

Hobsch trifft

Die Schleswig-Holsteiner hatten einige Minuten benötigt, um in die Partie zu finden, leisteten sich zunächst Fehler im Aufbau. Diese konnten die Gastgeber allerdings nicht nutzen. So legten die Grün-Weißen sich den Gegner nach und nach zurecht und erspielten sich Chancen. Ryan Patrick Malone (10.) zog mit links ab, FC-Torwart Maximilian Böttcher war aber zur Stelle. Yannick Deichmann (21.) schoss von der Strafraumgrenze über das Tor, Malone vergab aus zwölf Metern ebenfalls (26.). Dennoch gingen die Lübecker mit einer Führung in die Pause: Zwei Minuten, nachdem Unruheherd Malone per Kopfball nur die Lattenoberkante touchiert hatte, setzte sich Patrick Hobsch im Strafraum durch und traf ins rechte Eck (32.). Dass es zur Halbzeit keine deutlichere Führung wurde, lag daran, dass Hobsch (34., Kopfball) und Marcel Schelle (37.) – dessen fulminanten Distanzschuss Böttcher zur Ecke lenkte – kein Erfolgserlebnis mehr vergönnt war. Kurios: In der 42. Minute zeigte Schiedsrichter Marco Semrau Schwerins Meriton Kabashaj nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot, nahm seine Entscheidung aber überraschend zurück.

Landerl wechselt durch

Nach Wiederbeginn wechselte Landerl seine Elf komplett durch. Der VfB bestimmte dennoch das weiterhin einseitige Match. Allen voran Lucas Will lief zur Höchstform auf und schnürte gleich einen Dreierpack. Nach einer Stunde staubte der Angreifer aus Nahdistanz ab, um kurz danach auch noch das 3:0 (64.) für seine Farben folgen zu lassen. Nachdem Fabio Parduhn den Querbalken getroffen hatte (73.) und Testspieler Miguel Fernandes Coimbra das Außennetz traf, fasste sich Will ein Herz, bugsierte das Spielgerät mit Hilfe der Unterkante der Latte zum Endstand ins gegnerische Gehäuse.

Will glücklich

„Das ist richtig gut gelaufen. Drei Tore erzielt man ja auch nicht immer“, sagte Will glücklich, wollte aber wie Landerl den Testsieg – und seine eigene Leistung – nicht überbewerten. „Das war für uns alle der nächste Schritt. Nicht mehr und nicht weniger. Bis zum Saisonstart müssen wir alle noch viel tun.“

Nächster Test beim Belt-Cup

Der Sieg im Stadion Lankow war derweil der zweite Testspielerfolg nach dem 3:0 gegen Oberligist SV Eichede. Am Freitag reisen die Lübecker zum 2. Belt-Cup ins dänische Nykøbing Falster, der dann offiziell eröffnet wird, bei dem aber erst ab Sonnabend die Vorrundenspiele anstehen. Der VfB trifft in Gruppe B auf den SV Todesfelde und Næstved Boldklub aus Dänemark.

VfB Lübeck, 1. Halbzeit: Raeder – Halke, Grupe, Lippert – Deichmann, Schelle, Mende, Malone, Matovina – Hobsch, Arslan; 2. Halbzeit: Gommert – Bombek, Kim, Weißmann – Riedel, Bock, Coimbra, Thiel, Parduhn – Will, Hebisch.

SR: Semrau (Malchow).

Zuschauer: 461.

Tore: 0:1 Hobsch (32.), 0:2 Will (59.), 0:3 Will (64.), 0:4 Will (89.).

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