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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 03:26 Uhr

Weihnachtsperspektiven

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wer entscheidet, was weihnachtlich angemessen ist?

Letzte Woche gab es hier eine ganze Reihe Empfehlungen für Livekonzerte. Prompt sprach man mich darauf an. Es sei nichts Weihnachtliches dabei gewesen. Vielleicht ist den Fans der angesprochenen PunkkonzerteWeihnachten egal, oder aber das Konzert für sie ein echtes vorweihnachtliches Geschenk. Braucht es zweihundert Lichterketten, zehn Punschbuden und beliebig oft aufdringliche Geschenkwerbung um weihnachtliche Stimmung zu erzeugen? In den Geschäften beginnt die Drängelei. Letzte Woche riss man mir bereits in Ahrensburg eine CD aus der Hand. Auf manchen beliebten Weihnachtsmärkten – wie in Basthorst – beginnt teilweise die Drängelei schon auf dem Parkplatz. Besonders feierlich fühlt sich das nicht an. Ist eine Veranstaltung dann besonders weihnachtlich, wenn sie überlaufen ist, wenn sie alle Märchenbuchklischees bedient oder ein Karussel inklusive „Last Christmas“ Technoremix und weichgespültem, unerträglichen Schlagerpop aufbieten kann? Vielleicht ist ein Punkkonzert vom Gedanken her, als Zusammensein von Gleichgesinnten, die einen guten, für sie entspannten Abend haben, fast weihnachtlicher im Endeffekt. Das traditionell in Kombination mit gemütlich funktionieren kann, beweist Jahr für Jahr der Adventsmarkt in der Oldesloer Stormarnhalle. Viel selbstgemachte Geschenkideen ohne übermäßigen Kitsch. Vollkommen unweihnachtlich im traditionellen Sinn ist heute Abend der Metalabend „Mosh´n´ Roll“ im Ahrensburger Juki42 (20 Uhr). Discofreunde können sich auf eine „90er Party“ heute Abend im Seh-Sie freuen.

Album der Woche: Muse „Live–Olympic Stadium Rome“. Die Bombast-Erben von Queen und Led Zeppelin.

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