Bad Oldesloe : Weihnachtsmarkt mit Zukunft

Vorfreude auf die Premiere: Bodo Rahnenführer (l.), Maylin Herrendörfer, Sebastian Hagen und Ilona Rehme.
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Vorfreude auf die Premiere: Bodo Rahnenführer (l.), Maylin Herrendörfer, Sebastian Hagen und Ilona Rehme.

Organisator Sebastian Hagen ist mit der Veranstaltungspremiere in der Oldesloer Stadtmitte zufrieden

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29. Dezember 2017, 06:00 Uhr

Die Schlange der Wartenden am Punschstand von Sebastian Hagen auf dem kleinen Weihnachtsmarkt in Bad Oldesloe ist nicht lang, aber sie ist konstant. „Ich bin sehr zufrieden mit der gesamten Resonanz“, sagt Hagen. Nachdem er 2016 mit dem Vorschlag, einen solchen Markt zu veranstalten, bei der Stadtverwaltung noch auf Granit gebissen hatte, gewann er 2017 die Ausschreibung und feiert den gesamten Dezember über Premiere in der Mühlenstraße.

„Ehrlich gesagt, habe ich gar nichts erwartet. Bad Oldesloe ist ja für neue Veranstaltungen oft ein sehr schwieriges Pflaster. Daher bin ich besonders glücklich, dass es gut gelaufen ist“, so Hagen. Pünktlich zum Weihnachtsfest hatte er alle Kosten eingespielt. „Jetzt kommt dann hoffentlich noch ein wenig Plus, aber das ist nicht ganz so wichtig. Ich wollte nur nicht mit Verlust aus der Sache rausgehen“, sagt er. „Man benötigt ungefähr drei Jahre um ein neues Event, eine neue Marke zu etablieren, das war mir klar und dafür bin ich mehr als zufrieden“, sagt der Oldesloer, der die Firma „Hagen Events“ betreibt. Auch für Ausgestaltung der verkaufsoffenen Sonntage war er 2017 im Auftrag der IG Handel zuständig. So veranstaltete er den sehr erfolgreichen „Tanz in den Mai“ auf dem Marktplatz oder den Fischmarkt. Nun also der Erfolg der Weihnachtsmarkt-Premiere. Hagen für den Markt in der Mühlenstraße einen Zwei-Jahres-Vertrag: „Da ist auch eine Option zur Kündigung drin, die ich aber Stand jetzt nicht ziehen möchte.“

Wenn am 30. Dezember die Buden schließen, wird er intern Bilanz ziehen, weiß aber schon, dass sie ihn optimistisch stimmen wird. „Mit dem Gefühl gehe ich dann in die Nachgespräche mit der Stadtverwaltung. Von Tabea Braun als Veranstaltungsmanagerin der Stadt und vom Ordnungsamt bin ich erstklassig unterstützt worden“, so Hagen. „Trotzdem möchte ich jetzt nicht vorgreifen, weil es ja noch die Nachbesprechung gibt und man muss ja schauen, was da vielleicht auf den Tisch kommt“, so Hagen weiter.

Für eine Neuauflage hat er bereits jede Menge Pläne: „Das sind Dinge, die sich über Jahre entwickeln. Ich habe mir fast jeden Abend auf einigen Zettel Ideen notiert.“ Und er ist um einige Erfahrungen reicher: „Vielleicht würde ich die Reihenfolge der Buden ändern. Außerdem möchte ich die Anzahl der Stände gern erhöhen. Wenn möglich in den Kulturhof hinein und auch weiter in die Mühlenstraße. Aber das muss man sehen und das müsste ja auch alles genehmigt werden“, sagt er.

Besondere Vision sei die „Weihnachtsmannparade“. „In diesem Jahr konnte man das ja noch gar nicht Parade nennen. Aber es hat uns großen Spaß gemacht. Ich bin dem Weihnachtsmann und seinem Engel sowie natürlich Ilona Rehme als Frau Holle sehr dankbar, dass sie diesen Spaß mitgemacht haben“, sagt Hagen. Groß war der Andrang beim traditionellen „Glühweinfinale“ am 24. Dezember und immer dann, wenn Aktionen mit dem Weihnachtsmann Bodo Rahnenführer stattfanden. „Das hat sich gezeigt und kann ausgebaut werden. Vielleicht auch mit Livemusik. Ich könnte mir auch Kooperationen mit Kindergärten vorstellen“, so Hagen. Dass der „Kleine Weihnachtsmarkt am Mühlrad“ an einigen Tagen ebenfalls stattfand – in den er auch involviert war – veränderte den Andrang auf dem Mühlenstraßen-Markt nicht. Hgen: „Ich habe da keine Veränderungen festgestellt. Nur am Mühlrad war – das muss ich als Standbetreiber dort sagen – leider weniger los als sonst. Das lag aber nicht an meinem Markt hier.“

Wermutstropfen: das miese Wetter. „Wenn du fast den ganzen Dezember Nieselregen hast, kann das schon das Genick brechen. Mit Blick auf das Wetter muss man noch zufriedener mit den Oldesloern sein, die kamen, so Hagen. „Es wurden auch wichtige Zeichen gesetzt: So kam der Bürgermeister hierher und hat zu Mittag seine Wurst gegessen oder auch andere Mitarbeiter der Verwaltung oder lokaler Unternehmen sah man hier häufig – das finde ich schön, weil es zeigt, dass man sich unterstützt“, so ein zufriedender Sebastian Hagen.


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