zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 10:13 Uhr

Weihnachtshilfswerk geht neue Wege

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gutscheine statt süße Gaben / Mitarbeiterinnen packen Präsente ein, Auszubildende verteilen sie an 251 Personen

In nicht mal mehr vier Wochen ist Weihnachten und alle Jahre wieder möchte die Gemeinde Trittau Ältere und Bedürftige mit dem Weihnachtshilfswerk unterstützen. In diesem Jahr hat Beate Knees, die in der Gemeindekasse tätig ist, die Organisation übernommen, da der eigentlich zuständige Fachdienst Soziales mit der Betreuung der Flüchtlinge ausgelastet ist. Neue Zuständigkeit – neue Wege.

Die rührige Mitarbeiterin hat alle sieben Altenheime der Region, in denen Trittauer untergebracht sind, abtelefoniert und nachgefragt, ob die Präsenttüten eigentlich gut ankommen. Und es stellte sich raus, dass es oft nicht das richtige Geschenk ist, da Diabetiker keinen Stollen essen dürfen oder Demenzkranke sich am Weihnachtsstern vergiften könnten. Daher hat Beate Knees die Geschenke jetzt größtenteils auf Gutscheine umgestellt.

„Das ist aus meiner Sicht ein doppeltes Geschenk, denn die Heime fahren dann mit ihren Bewohnern grüppchenweise zum Einkaufen. Das ist eine schöne Abwechslung und jeder kann sich aussuchen, was er mag und was ihm bekommt“, so Beate Knees. Außerdem hatte sie die Idee, dass die drei Auszubildenden die Geschenke verteilen könnten. „Das finde ich eine sehr gute Idee, dass wir mal selbst mithelfen und am Gemeindeleben teilhaben. Solche Aufgaben haben wir ja normalerweise nicht“, sagt Sarah Bartmann, die im dritten Ausbildungsjahr zur Verwaltungsfachangestellten ist.

Insgesamt kommen 251 Personen in den Genuss der Geschenke, davon 149 über 90-Jährige sowie Wohngeldempfänger, Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt sowie Bewohner der Rentnerwohnungen. Außerdem werden die Trittauer Tafel und der Sozialverband (SoVD) mit einer Spende bedacht. „Die Rückmeldungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die Empfänger sehr gerührt sind. Wir wollen damit zeigen, dass sie nicht vergessen sind“, sagt Bürgermeister Oliver Mesch.

Die Gemeinde ist auf die Spenden der Bürger und Firmen angewiesen. Im Schnitt kamen in den Vorjahren 7000 Euro zusammen, im Vorjahr waren es dank einer Großspende 9000 Euro. „Das hat das Defizit ausgeglichen und sichert das Fortbestehen des Weihnachtshilfswerks“, betont Mesch.

Unterstützt wird das Hilfswerk auch von der Deutschen Amerikalinie, die eigene Präsente packt sowie Firma Nürminger, bei denen 66 Tüten von der Gemeinde bestellt und bezahlt werden, die jedoch sehr großzügig über den bezahlten Wert hinaus gepackt werden. Um Geld zu sparen, werden Beate Knees und ihre Kolleginnen Frauke Brüggemann und Monika Ipsen die Weihnachtssterne und Gutscheine selbst verpacken. „Das ist auch für uns eine schöne Erfahrung, eine neue Aufgabe zusammen zu meistern“, so Knees, die sich über die Hilfsbereitschaft ihrer Kolleginnen freut.


>Wer helfen möchte, findet die Kontoverbindung im Internet auf der Seite: www.trittau.de.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen