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Licht im Advent : Weihnachtsbeleuchtung in Oldesloe droht das Aus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auch in diesem Jahr fehlt das Geld. Bürgermeister Tassilo von Bary wird bei den Oldesloern vermutlich wieder auf Spendensammlung gehen. Die Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute möchte die vorhandene durch eine neue Weihnachtsbeleuchtung ersetzen, die günstiger und einfacher zu montieren ist.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 07:00 Uhr

Nach dem Modehaus Rohde und dem Schuhgeschäft Eggers am Marktplatz steht die Eröffnung des neuen Trave-Centers an, und auf dem Gelände der Post zwischen Lübecker Straße und Berliner Ring ist ein großes Einkaufszentrum im Bauhausstil geplant. Anfang des kommenden Jahres soll das alte Postgebäude abgerissen werden, schon Ende 2015 soll dort ein imposanter Neubau stehen.

Oldesloes Ladenflächenmanager Stefan Pötzsch spricht von „Leuchtturmprojekten“ für die gebeutelte Innenstadt. So weit, so gut. Doch was leuchtet zur Advents- und Weihnachtszeit in der Oldesloer Fußgängerzone? So wie es aussieht wohl nichts, denn die finanziellen Mittel von GOK und Stadt reichen auch in diesem Jahr nicht für die Finanzierung.

„Die Weihnachtsbeleuchtung müsste komplett ausgetauscht werden“, sagt Susanne Relling-Peters, Vorsitzende der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute (GOK). 2005 hatten Stadt und Kaufleute für rund 30 000 Euro 30 so genannte Straßenüberspannungen angeschafft – Weihnachtssterne und den Heiligen Petrus. Inzwischen werden nicht mal mehr die Leuchtmittel dafür hergestellt. „Wir haben die Restbestände aufgekauft“, sagt Susanne Relling-Peters, man müsse sich aber so schnell wie möglich um eine günstigere Lösung kümmern. Die Inhaberin des Handarbeitsgeschäfts „Wollywood“ kann sich eine Beleuchtung vorstellen, die nicht mehr aufwändig in vier Meter Höhe aufgehängt werden, sondern an den vorhandenen Straßenlaternen befestigt wird.

Die GOK habe bei der Stadt bereits einen Antrag für eine neue, energiesparende Beleuchtung gestellt. Doch erst mal ist die Finanzierung in diesem Jahr der Knackpunkt. Die vorhandene Weihnachtsbeleuchtung verursacht Kosten in Höhe von rund 20.000 Euro. Der Bürgermeister habe bisher nur verlauten lassen, dass er sämtliche Geschäftsleute um einen Obolus bitten wolle. „Im Haushalt ist dafür keine Position vorgesehen“, sagt der CDU-Stadtverordnete Uwe Rädisch und fordert, diesen Punkt im Finanzausschuss zu klären. Die GOK allein könne das fehlende Geld jedenfalls nicht aufbringen, betont Susanne Relling-Peters. „Dafür haben wir nicht genügend Mitglieder.“

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt zu Spenden aufgerufen. 6485 Euro kamen zusammen, den Rest übernahmen die Stadtwerke. „Ich habe gewusst, dass es trotz vieler kritischer Stimmen ein starkes Wir-Gefühl und eine Verbundenheit in Bad Oldesloe gibt“, sagte Bürgermeister Tassilo von Bary damals.

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