zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 05:24 Uhr

Neuwahlen : Wechsel an der CDU-Spitze

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kreisvorsitzender Claus Brandt kandidiert aus beruflichen Gründen nicht wieder . Tobias Koch soll Nachfolge übernehmen.

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 09.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Nein, mit seinem Landesvorsitzenden möchte Claus Brandt nicht in einen Topf geworfen werden. Genau wie Reimer Böge vor einigen Tagen hat jetzt auch Brandt seinen Rückzug vom Vorstandsposten angekündigt. „Der macht das ja quasi hauptberuflich“, so der 54-Jährige. Der CDU-Kreisvorsitzende wird beim Parteitag am 8. November in Großhansdorf nicht wieder kandidieren – aus beruflichen Gründen.

Seit 1985 ist Claus Brandt ununterbrochen im Vorstand engagiert. Als Vorsitzender der Jungen Union ging es los, es folgten Jahre als Beisitzer sowie als Stellvertreter. Vor sechs Jahren übernahm er die Leitung des Kreisverbands. „Ich war 29 Jahre hier ehrenamtlich tätig. Jetzt ist es an der Zeit, dass auch mal andere Verantwortung übernehmen und neue Ideen einbringen“, erklärt Brandt. Er hat seinen bisherigen Stellvertreter Tobias Koch als Nachfolger vorgeschlagen.

„Der Beruf ist nun mal die Nummer 1“, begründet Brandt seinen Rückzug: „nicht das Ehrenamt. Das kommt nur am Abend und am Wochenende. Das war halt Freizeit für mich.“ Seine beruflichen Anforderungen würden immer stärker. Auch die Familie komme zu kurz. Brandt: „Mein Sohn fängt jetzt ein Studium in Göttingen an und ich konnte nicht mit hinfahren, um zu helfen.“

„Tobias Koch verkörpert genau die Dinge, die wir jetzt brauchen“, begründet Brandt seinen Vorschlag. Der 40-jährige Ahrensburger, der in seiner Heimatstadt den Fraktionsvorsitz inne hat, sei schon wegen seines Landtagsmandats in den Themen der täglichen Politik aus erster Hand dabei. „Da muss ich mich teilweise erst mal einlesen“, so Brandt. Termine in Kiel, wie beispielsweise die Landesvorstandssitzungen, seien für ihn vom Landtag aus sehr viel einfacher zu erreichen. Brandt ist überzeugt: „Das lässt sich alles sehr gut miteinander kombinieren.“

Seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur will Brandt nicht als Rückzug aus der Politik verstanden wissen. Selbstverständlich werde er sich weiter im Ortsverein engagieren. „Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Es ist aber eben alles eine Frage der Zeit.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen